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ErdkundeBrockhaus 1882

Bornhöved, Bornhöft, Kirchdorf mit 937 CE., mehrern Bierbrauereien und bedeutenden Branntweinbrennereien im Kreise Segeberg der preuß. Provinz Schleswig-Holstein, 32 kKm südlich von Kiel und 15 km östlich von Neumünster, 6 km südlich von der Eisenbahnstation Wankendorf der Linie Neumünster-Neustadt, an der Quelle des Bornbaches, ziemlich der höchste Punkt und der Mittelpunkt des eigentlichen Holstein und Stormarns, von welchem die Quellengewässer nach allen Richtungen hin abfließen. Daher stammt wohl auch der Name („Brunnen⸗ oder Quellenhaupt‘. Um die vom Bischof Vicelin 1149 erbaute Kirche von Burnhovede oder Zuentiveld wohnte in alter Zeit die Blüte der holstein. Ritterschaft. Hier wurden bis 1480 die Landtage der Prälaten, Ritter und Städte von Holstein und Stormarn gehalten. Im 13. bis 15. Jahrh. erscheint B. als eine Stadt mit Lübischem Recht. Auch siegten hier 22. Juli 1227 Graf Adolf IV. von olstein, Graf Heinrich von Schwerin, Herzog Alert von Sachsen, Erzbischof Gerhard von Bremen und die Lübecker über König Waldemar II. von Dänemark, der verwundet, und über Herzog Otto von Lauenburg, der gefangen wurde. Zur Erinnerung daran wurde 22. Nov. 1877 auf dem Marktplatz ein Denkmal errichtet. Hier teilte Herzog Gerhard 24. Juni 1397 die holstein. Lande mit seinen Brüdern. Ebenso siegten hier 6. Dez. 1813 die Schweden über die sich zurückziehenden Dänen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 349Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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