Bosio Su Mon Joseph, Baron), franz. Bild-Paris geb. zu Monaco 19. Marz 1769, studierte zu zaris unter Pajou, blieb aber später nicht frei von dem Einfluß Canovas und gründete seinen Ruf durch die Arbeiten, die er für die Vendömesäule ausführte. Schon unter Napoleon I. auf mehrfache Weise ausgezeichnet, wurde er von Ludwig XVIII. zum Hofbildhauer ernannt und von Karl X. zum Baron erhoben. Die Luxembourg-Galerie besitzt von ihm zwei graziöse und Wurn sche behandelte Marmorstatuen, den mit der Wurfcheibe am Boden liegenden Jüngling Hyakinthos (1817), wovon ein schöner Woweguß im berliner Museum sich befindet, und die aus dem Bade steiende Nymphe Salmakis (1837). Zu den nam1 monumentalen Skulpturen, die nach seinen odellen in Bronze gegossen wurden, gehören die Reiterstatue Ludwigs XIV. auf dem Siegesplatze in Paris (1822) und die Figuren und Basreliefs an dem Prachtmausoleum der Gräfin Demidow, auf dem Friedhofe des Pere-Lachaise (1830). Von Pert übrigen Arbeiten ist am huncen Prt die orträtstatue, die Heinrich IV. als jungen Prinzen vorstellt und von welcher das Museum des Louvre einen Abguß in Silber besitzt. Anmut der Formen, stilgemäße, aber kalte Nachahmung der Antike, zarte und sorgsame Ausführung sind die Vorüge von B.s Werken. Er war Mitglied des Insituts und starb zu Paris 29. Juli 1845.