Coustou, Name von zwei franz. Bildhauern, die im Zeitalter Ludwigs XIV. den künstlerischen Höhepunkt der Skulptur bezeichnen. Nicolas C., geb. zu Lyon 9. Jan. 1658, gest. zu Paris 1. Mai 1733, ging, nachdem er bei seinem rten Coyzevox elernt und in der Akademie den ersten Preis der ildhauerei erworben hatte, nach Rom, wo er Michel Angelos und Algardis Werke haben be Bewegung, Ausdruck und Gewandung haben bei ihm ein modernes Aussehen, selbst in den aus dem klassischen Altertum —r Gegenständen, die Formen sind leicht und gefällig behandelt. Der Louvre besitzt von ihm die manierierte Statue Ludwigs XV. Die Marmorgruppe der Seine und Marne, welche im Tuileriengarten zu Paris aufgestellt wurde, gefart zu seinen besten Arbeiten. aden verfertigte er ür die pariser Kathedrale eine große Kreuzabnahme, das sog. „Ex-Voto Ludwigs XIII.», mit der knieenden Statue dieses Königs, eine vortreffliche Arbeit aus weißem Marmor. Sein Bruder, Guillaume C., geb. zu Lyon 1678, auch ein Schüler von Coyzevor, gewann ebenfalls den großen akademischen Preis, der ihn nach Rom Hurotns Er besaß vielleicht noch mehr Talent als Nicolas, und seine Zeichnung ist reiner und strenger, wie im pariser Tuileriengarten die Statuen von Hippomenes und Atalanta und deren Seitenstücke Apollo und Daphne beweisen. Die am Eingange der Champs-Elysées zu Paris aufgestellten beiden Gruppen der Numidischen Pferde mit ihren Bändigern, jede aus einem Block des schönsten carrarischen Marmors, ohne Bruch und Ader, Auch 5. gehören zu Guillaume C.s besten Werken. uch die Bronzestatue des Rhönestroms, im Rathause zu Lyon, ist eins der schönsten Werke der ältern franz. Bildhauerkunst. C. starb als Direktor der Akademie zu Paris 20. Febr. 1746.