Bosio (Ferdinando), ital. Schriftsteller, geb. 1829 zu Alba in Piemont, studierte zu Turin Philologie und Litteratur, wirkte sodann mehrere Jahre als Lehrer der Rhetorik und Litteratur an den Lyceen von Alba, Alessandria, Jvrea, Casale, Turin und Genua, bis ihn 1867 sein Mitbürger Coppino, Minister des Unterrichts, zum Direktor seines Kabinetts ernannte, welche Stelle er auch unter dem Minister Broglio bekleidete. Nach Broglios Stur ging B. als Studiendirektor nach Pisa. Im J. 1876 berief ihn Coppino abermals an die Direktion des Kabinetts für den öffentlichen Unterricht. Unter De Sanctis entfernt, wurde er 1878 zum dritten mal von Coppino berufen. Er starb in Alba 16. Okt. 1881. Von seinen zahlreichen Werken sind zu erwähnen: Amalia, Tecla e Camillao, Roman (Tur. 1856); Marcop, Scene su Napolio (Tur. 1857), 4II fanale di un onestꝰ uomop (Tur. 1858), La figlia del calrolajoo (Tur. 1860), «Storia poolare dei papis (Tur. 1861, seither in mehrern luflagen erschienen), II marchese di Villamarina- (Tur. 1864; 2. Aufl. 1873), F. D. Guerrazzi e le sue operen (Livorno 1865 „4AII popolano arricchitos (Mail. 1876 u. öfter), Ricordi personali⸗ (Mail. 1878). Eine Auswahl seiner Gedichte ist 1874 zu Pinerolo, eine Auswahl seiner Erzählun-Ru im gleichen Jahre zu Rom erschienen. B. ist