Bossi (Luigi, Graf), ital. Archäolog und Geschichtschreiber, geb. zu Mailand 28. Febr. 1758, studierte in Pavia die Rechte und Naturwissenschaften. Beim Einrücken der Ranp en wurde er von Bonaparte als Agent der franz. Einter in Turin angestellt und darauf, nach erfolgter Vereinigung Lan mit Frankreich, Präfekt der Archive des Königreichs Italien, in welcher Stellung er wesentlich antiquarischen und histor. Arbeiten oblag, aber auch über Naturwissenschaft und Linguistik schrieb. Unter seinen antiquarischen Schriften sind am berühmtesten die Observations sur le vase que l'on conservait à Geènes sous le nom de Sacro catinoo (Tur. 1807). Von den historischen zeichnen sich aus die sehr bereicherte Bearbeitun von Roscoes „Leben Leos X.» (12 Bde., Mail. 1816—17), die «Storia della Spagna (8 Bde., Mail. 1821), die Untersuchungen über Christ. Colombos (Mail. 1818) und die «Storia d'Italia 19 Bde., Mail. 1819—23). Außer zahlreichen Abandlungen hat er über 80 größere und kleinere erke verfaßt, darunter auch einen Band Trauerspiele (Tur. 1805) und einige Lustspiele. Als Kunst-Geschmm besaß er mehr Gelehrsamkeit als guten eschmack. Indessen ist seine Introduzione allo studio delle arti del disegnop ein reichhaltiges und geschätztes Buch. Er starb zu Mailand 10. April 1835. ossieren bedeutet, erhabene Bilder aus weichen Massen 0 des 2 Man bedient sich dazu fast ausschließlich des Thons oder Wachses. Auch versteht man unter B. das Bearbeiten von Bruchsteinen in etwas regelrechtere Formen für Pflaster oder Bossenwerk.