FeedBouchié
Bildende KunstBrockhaus 1882

Bouchié, bei naturwissenschaftlichen Namen, bezeichnet Peter Friedrich Bouche, gest. 3. April 1856 als Kunstgärtner in Berlin; derselbe schrieb: „Die Behandlung der Pflanzen im Zimmer und in kleinen Gärten» (2. Aufl., Berl. 1855), und zusammen mit C. Bouché: Die Blumenzucht in ihrem ganzen Umfanger (3 Bde., Berl. 1854—56). vucher (Frangois), franz. Maler und Kupferstecher, geb. zu Paris 29. Sept. 1703, der Sohn eines Stickmusterzeichners, war kurze Zeit Schüler des Malers Lemoine und wurde dann vom Vater des ale, ais Hud L. Cars, der mit Kupferplatten handelte, als eichner beschäftigt. Nachdem B. 1723 den ersten Preis in der Akademie erhalten hatte, reiste er nach Italien, kam jedoch bald wieder nach Paris und wurde hier 1734 Mitglied der Akademie und 1765 erster Hofmaler. Er starb 30. Mai 1770. B., welcher eine außerordentliche Menge von Bildern gemalt hat, behandelte alle e Ge der Malerei: religiöse, mytholog. und poetische Geschichten, Allegorien, Porträts, Schäferscenen, Landschaften, Tiere, Architekturstücke, Blumen und Früchte, Fest- und Theaterdekorationen, Phantasiestücke für die Ausschmückung von Kaminen, Zimmerdecken, Wandtapeten, Kutschenschläge, Klavierdeckel und Bonbonsdosen. B. war im Besitz einer glänzenden Einbildungskraft und großer Handfertigkeit; die Zahl seiner Zeichnungen allein belief sich, seiner eigenen Schätzung nach, auf mehr als 10000. Auch lieferte er eine Anzahl geistreicher Radierungen. Seine Bilder waren sehr beliebt und wurden größtenteils von geschickten Künstlern des 18. Jahrh. gestochen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 390Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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