Boulle (André Charles), berühmter franz. Kunsttischler, geb. 11. Nov. 1642 zu bauv. erlernte das Tischlerhandwerk und entwickelte bald sein künstlerisches Talent. Mit 1 — olzarten aus e dien und Brasilien ahmte er Blumen, Früchte, Tiere nach, komponierte daraus Gemälde mit Stillleben, Jagden, Schlachten u. s. w., von geschmackvollen Verzierungen ein ehiei und mit Bronzearbeiten geschmückt. Auf iese Weise fertigte er Tische, Schreibpulte, Schränke, Uhrgehäuse, große und kleine Kästen und alle übrigen memit dluf- und wurde aus dem In⸗ und Auslande mit Aufträgen überhäuft. Ludwig XIV. gab ihm Arbeit und Wohnung im Louvre und verlieh ihm eine ganze Reihe von Titeln, darunter den eines Oberaufsehers des Mobiliars der Kronkammer. Er aßte zu den selbt die dei Gegenständen die Idee elbst, entwarf selbst die Zeichnung, führte dieselbe in eigens gewählten Materialien aus, vergoldete, ravierte, polierte und lackierte. Sehr zu statten kam ihm hierbei die große GAuter N von Kupferstichen un Handzechnungen alter Meister, die er sich angelegt hatte und die «wunderliebliche Quellenannte. Später trat er sein Etablissement seinen vier Söhnen ab, die in seinem Geschmack, wenn u Ds mit seinem Geiste fortarbeiteten. . starb Rur aris 29. Febr. 1732. Er gilt für den ersten ann seines Fachs, als Erfinder einer eigenen Art von Möbeln, die nach ihm Meubles de Boullen benannt und als Kunstwerke geschätzt werden. Ausländisches Holz, Silber, 7½½ inn, Schildpatt, Bronze, alles findet man an B.s Möbeln mit franz. Pracht, Zierlichkeit und Feinheit des Geschmacks zu wahrhaften Glanz⸗ und Meisterstücken verarbeitet.