Brigittenorden oder Birgittenorden, auch Salvatororden, ein von der Heil. Birgitta oder Brigitta gestifteter geistlicher Orden. Geboren als Tochter des Landrichters Birger Peterson 1302 in der Nähe von Upsala, I10 mit dem Landrichter Ulf Gudmarson daasict t, wollte Birgitta, die schon in der Jugend göttlicher Offenbarungen sich erfreute, aber daneben in den Angelegenheiten des Hauses wie des Vaterlandes große Lebensklugheit und Willenskraft zeigte, nach dem Tode ihres Mannes (1344) nur dem Himmel leben. Ohne selbst die Gelübde abzulegen, ging sie in ein Kloster, gab alsdann dem 1350 gestifteten Kloster in Wadstena am Wettersee, als dessen erste Abtissin schon 1357 ihre Tochter, die heil. Katharina, erscheint, eine Regel, welche ihr vom errn felbst geoffenbart worden sei. Im J. 1349 reiste sie nach Rom und erreichte von Papst Urban V., daß er die Reut des «Salvatorordens» 1370 genehmigte. achdem sie noch eine Wallfahrt Jult Jerusalem Leiche w hatte, starb sie zu Rom 23. Juli 1373; ihre Leiche ward nach Wadstena übergeführt, sie selbst 7. Okt. 1391 durch Bonifacius IX. heilig esprochen. Von ere Schriften sind die wichtigten die acht Bücher der Revelationeso (beste Ausg. Lübeck 1492), welche eine tiefe Mystik und ulal Drängen auf eine Reformation der Kirche enthalten. Der B. oder Erlöserorden vereinigte Männer und Lacht u in einem Kloster, doch wohnte jedes Geschlecht in einem besondern Gebäude; daran schlo aur sich Tertiarier beiderlei Geschlechts. Die Klausur war sehr streng; Sonntags ward in der Landessprache gepredigt, Och für das Volk. In seiner Blütezeit zählte der Orden 74 Klöster, von Finland bis Spanien zerstreut; er erreichte sein Ende in Schweden zur Zeit der Reformation, in Spanien im 17. Jahrh. Vgl. Fred. uo(dopenh-Den helliga Birgitta og Kirken i Nordeno (Kopenh. 1863; deutsch von Michelsen, Gotha 1864). Nicht zu verwechseln mit jener Brigitte ist die im 6. Jahrh. lebende * Brigitta oder Brigida, eine Schottländerin von ausgezeichneter Schönheit, die, um Eheanträgen zu entgehen, sich von Gott Häßlichkeit erbat. Die Bitte wurde ihr gewährt, worauf sie neben mehrern andern das Kloster Kildar gründete und sich der Erziehung junger Mädchen widmete. Eine ihrer Stiftungen ist der B. in Irland. Ihr Gedächtnis fällt auf den 1. Febr.