FeedBrillant
BaukunstBrockhaus 1882

Brillant nennt man eine Schliffform für durchichtige Edelsteine, welche zwar bei fast allen nicht elten angewendet, doch aber namentlich den schönten und reinsten Diamanten Dlanmn wird, weshalb man unter B. meist nur Diamanten versteht. Der B. gleicht zwei Pyramiden, die mit ihren Grundflächen zusammensoßen und von denen die obere sehr stark, die untere nur lade wenig abgestumpft ist. Die dadurch entstehende obere große, ebene Fläche B die Tafel, die untere, sehr kleine die Kalette; die obere Pyramide nennt man den Oberteil, die untere den Unterteil des B. Die Rarde⸗ wo beide zusammenstoßen und an deren ande der Stein rundum gefaßt wird, nennt man die Rundiste. Bei regelmäßigem Schliff muß der Oberteil ½, der Unterteil ½3 an Höhe haben und die Größe der Kalette ½ von der der Tafel sein. Die Seiten des B. werden mit angeschliffenen Flächen, Facetten verziert, um das einfallende Licht zurückzuwerfen, zu zerlegen und so den Stein in mannigfaltigen Farben strahlen zu lassen. Die — der Facetten weicht bei einem Die Dahlfen nie vom Zahlengesetze 8 ab. Die besten B., Wom ersten Gute, zeigen 56 Facetten, nämlich am Oberteile 32 (8 +8 + 16) und am Unterteile 24, die meisten jedoch, welche in den Handel kommen, haben nur 32, 24 oder 16. Das Altertum kannte den Brillantschliff nicht; er ist erst in der neuern Zeit angewandt worden. (Bgl. auch Diamant.) rillantgarn, ein zu Stickereien verwendetes gezwirntes Wollgarn, das in lebhaften Farben gefärbt und herauf mit unechtem Gold oder Silberlahn so weitläufig bersponnen wird, daß zwischen den einzelnen Windungen der wollene Grundfaden deutlich sichtbar ist.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 543Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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