Brombeersträucher sind diejenigen Arten der Gattung Rubus, welche schwarze oder blauschwarze Früchte erzeugen, während der verwandte Himbeerstrauch rote und gelbe Früchte hat. In Deutschland kommen in lichten Wäldern und Gebüschen, auf steinigen Ackern u. s. w. zahlreiche Arten und Formen des B. vor (am häufigsten R. fruticosus, vulgaris und caesius), aber wohl kaum eine derselben ist in den Gärten angepflanzt worden, vielmehr ist die Kultur der Brombeere zuerst und meist im großen in Nordamerika betrieben worden, und von dort stammen auch die aus mehrern schwach rankenden nordamerikanischen Arten (R. villosus, canadensis, hispidus u. a.) erzogenen Mischlingsformen, die jetzt, wiewohl nicht sehr häufig, in den Gärten Europas angepflanzt werden. Sie sind durch große, saftreiche und säuerlich-süße Früchte ausgezeichnet, die in Nordamerika einen sehr gesuchten Marktartikel bilden und in der Haushaltung ausgedehnte Verwendung finden, und auch roh angenehm zu essen sind. Die am meisten empfohlenen Sorten sind: Lawton (New Rochelle), Dorchester, Kittatinny, Missouri Mammuth, Wilsons early und einige andere. Der Strauch erfordert einen nahrhaften Gartenboden und etwas geschützten Standort, womöglich an einer Wand. Unerläßlich sind das Aufbinden der jungen Schosse, die Entfernung des vorjährigen Tragholzes und schwacher, schlecht fende Sch Triebe im Frühjahre. Zu üppig wachende Schosse müssen etwas eingestutzt werden.