FeedBröndsted (Peter Oluf)
AllerleiBrockhaus 1882

Bröndsted (Peter Oluf), dän. Altertumsforscher, eb. 17. Nov. 1780 „ Fruering bei Horsens in Dane studierte in Kopenhagen, ging mit seinem eunde Koes 1806 nach Paris und von 77 nach zweijährigem Aufenthalte nach Italien, wo sich ihnen ur Reise nach Griechenland und Kleinasien 1810 rchitekt Haller von Hallerstein, Cockerell, Linckh und Eieramnentt anschlossen, mit denen im Verein sie hier namentlich durch Ausgrabungen, unter anderm des Tempels zu Phigalia (1812), Ausgezeichnetes für das Studium des klassischen Altertums leisteten. Im J. 1813 nach Kopenhagen zurückgekehrt, ward er hier außerord. 15 eit er riech. Philologie an der Universität und hielt Voresungen über seine Reise, die nach seinem Tode herausgegeben wurden (2 Bde., Kopenh. 1844). Um die Ausarbeitung des Werks, das seine antiquarischen Untersuchungen zusammenfassen sollte, zu fördern, ließ er sich 1818 als dän. Hofagenten in Rom anstellen, bereiste 1820 und 1821 die Jonischen Inseln und Sicilien, ging dann nach Paris, unternahm 1826 eine Reise nach England, besuchte 1827 Dänemark, wurde hier zum Geh. Legationsrat ernannt und kehrte 1839 dauernd nach Kopenhagen zurück, wo er Direktor des königl. Antikenkabinetts und ord. Professor der klassischen Philologie und Archäologie an der Universität wurde. Infolge eines Sturzes mit dem Pferde starb er, als Rektor der Universität, 26. Juni 1842. Sein Hauptwerk sind die Reisen und 305. die al in Griechenlandr (2 Bde., Par. 1826—30), die iese deide französisch erschienen. Doch behandeln diese beiden Bände nur die Insel Keos und die Metopen des Parthenon. Das übrige ist nie herausgekommen. Außer mehrern kleinen archäol. Schriften, z. B. A brief description of 36 ancient Greek painted vases found near Vulei⸗ (Lond. 1832) und KTIhe bronzes of Siriso (Lond. 1836; deutsch, Kopenh. 1837), lieferte B. schätzhare „Beiträge zur dän. Geschichte aus nordfranz. Manuskripten des Mittelalters » (2 Hefte, Kopenh. 1817—18). Auch gab er die «Denkwürdigkeiten aus Griechenland in den J. 1827 und 1828, besonders in militärischer Beziehungo (Par. 1833) aus den Maler a des ehemaligen griech. Majors Friedr. üller aus Altdorf heraus. Seine Schrift Den Ficonoriske Cistad (Kopenh. 1847) wurde nach B.s Tode von Dorph herausgegeben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 575Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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