Brugmans (Sebald Justinus), niederländ. Arzt und Gelehrter, geb. zu Franeker 24. März 1763, der Sohn Antonius B., der hier und nachmals zu Gröningen Professor der Philosophie war, studierte zu Gröningen und erhielt 1785 zu Franeker den Lehrstuhl der Philosophie und der Physik, wo er ein Kabinett der vergleichenden Anatomie anlegte, das später zu einem der bedeutendsten in Europa wurde. Im J. 1795 als Professor der Chemie an die Universität zu Leiden versetzt, ernannte ihn Ludwig Napoleon bei seinem Regierungsantritt zum Leibarzt und billigte auch die neue Organisation des Hospitalwesens und der Medizinalanstalten, die B. seit 1794 übertragen worden. Nach der Vereinigung Hollands mit Frankreich ernannte ihn Napoleon zum Generalinspektor der Hospitäler und zum Rektor der Universität zu Leiden. Diese verdankt ihm die treffliche Anordnung ihrer naturgeschichtlichen Sammlungen. B. starb 22. Juni 1819. Er nahm an der Pharmacopoca Batava (seit 1803) teil und hat zahlreiche kleinere Schriften und Abhandlungen in periodischen Werken über mediz. und naturwissenschaftliche Gegenstände veröffentlicht.