Bubastus oder Bubastis, Hauptstadt des bubastischen Nomos im ägypt. Delta, am bubastischen oder pelusischen Nilarm gelegen, deren Lage durch das heutige Tell Bastah bezeichnet wird. Wenig oberhalb dieser Stadt ging der Kanal vom Nil ab der unter dem König Ramses II. (Sesostris) na dem 3eTnd hin in die östl. Wüste durch das heutige „Thal der sieben Brunnen v lemet wurde und die Anlage der von den Israeliten erbauten Städte Pithom (Patumos) und Ramses veranlaßte. Derselbe ward nachher unter Darius bis zum Roten Meere fortgeführt. Die Stadt B. hatte ihren Namen von der Göttin Bast, welche daselbst als Hauptgöttin verehrt und nachher von den Griechen mit dem Namen der Stadt selbst Bubastis genannt wurde. Dieser Göttin, welche man mit der griech. Artemis verglich, war die Katze heilig, und Herodot berichtet von einem großen Volksfest, welches ihr in der Stadt B. gefeiert ward, und zu welchem an 700000 Männer und Weiber, ohne die Kinder zu zählen, aus allen Teilen Agyptens zusammenströmten. Neueste Ausgrabungen haben den Begräbnisnebst der Katzen und daselbst unzählige Katzengerippe nebst vielen Katzenbildern aus Bronze und anderm Material zu Tage gebracht. Aus B. stammte der erste König der 22. Manethonischen Dynastie, Scheschonk I., der Sisak des Alten Testaments, der Eroberer Jerusalems; daher diese ganze Dynastie eine bubastidische genannt wurde.