Buchan (Elisabeth), Stifterin einer religiösen Sekte, ward als Tochter eines Gastwirts 1738 zu Fitney-Can im nördl. Schottland geboren, kam im lter von 21 J.nach Glasgow und heiratete einen Arbeiter Namens Rob. Buchan, welcher der Sekte der Burgher-Seceders angehörte. Auch sie verließ die anglikan. ——— 1 und schloß sich dieser Sekte an. Im J. 1779 jedoch trat sie als Stifterin einer eigenen Sekte auf, für welche sie mit großem lifer Proselyten warb, bis ein Volksauflauf 1790 sie veranlaßte, sich mit 46 Anhängern in die Umgegend von zurückzuziehen. B. starb 1791 und ihre Sekte ist allmählich wieder verschwunden. Die eigentümliche Lehre der baldinen helt stützte 7 auf die Erwartung des baldigen Weltendes: in nächster Zeit schon wird die Posaune des Gerichts erschallen, die Bösen werden sterben und 1000 Jahre lang tot bleiben, die Buchanisten werden lebend in den Himmel erhoben, um Gott von Angesicht zu Angesicht zu sehen, dann aber unter Jesu Fuhrung auf die Erde zurückkehren, um hier 1000 Jahre lang ungestört e herrschen. Nach Ablauf der 1000 Jahre wird der Teufel aus seinem Gefängnis losgelassen, stellt sich an die Spitze der vom Tode erweckten Bösen, greift die Buchanisten an, wird aber von diesen in die Flucht geschlagen. Die Buchanisten heiraten nicht, entsagen allen Freuden der Sinne, leben wie eine Familie in Gütergemeinschaft und arbeiten wenig.