Buchner (Joh. Andr.), verdienter deutscher Pharmaceut und Chemiker, geb. 6. April 1783 zu in Grnu bildete sich seit 1805 unter Trommsdorff in Erfurt, war 1809—18 Oberapotheker der Centralstiftungsapotheke zu München und sodann Professor der Pharmacie in Lands hut, von wo er lheter mit der Universität nach München übersiedelte. B. starb daselbst 6. Juni 1852. Er war einer der tüchtigsten Förderer eines wissenschaftlichen Studiums der . und erwarb sich um das Apothekerwesen in ganz Deutschland die wesentlichsten Verdienste. B. übernahm 1815 das von Gehlen begonnene Repertorium für Pharmacien, das er bis zu seinem Tode fortführte. In demselben sind seine wertvollen analytis Shem. und pharmaceutischen Arbeiten sämtlich enthalten. Sonst sind von seinen Schriften noch hervorzuheben: Erster Entwurf eines Systems der chem. Wissenschaft⸗ (Münch. 1815), der Inbegriff der Pharmaciev, für den Goldfuß die Zoologie, Kittel die Botanik, Glocker die Mineralogie, er selbst aber die Toxikologie (2. Aufl., Nürnb. 1827), Pharmacie (3. Aufl., 1827), Physik (2. Aufl., 1833) und Chemie (2. Aufl., 2 Tle., 1830—36) bearbeitete; sodann das Lehrbuch der analytischen Chemie und Stöchiometrien (Nürnb. 1836). Sein Sohn und Nachfolger im Amte, Ludwig Andreas B., geb. 23. Fuli 1813 zu München, machte seine Studien zu München, Paris und Gießen, wurde 1842 Doktor der Medizin und Privatdocent an der Universität seiner Vaterstadt, 1847 außerord. und 1852 ord. Professor der Pharmacie. Er ist Mitverfasser und Redacteur der neuen Pharmakopöe für Bayern und lieferte viele Beiträge teils für das Repertorium der Pharmacie, das er seit dem Tode des Vaters uiche Heil teils für andere chem. und pharmaceutische Zeitschriften sowie ür die Schriften der Bayrischen Akademie, der er eit 1846 als außerordentliches die Kom angehört. wurde 1871 nach Berlin in die Kommission zur Ausarbeitung der Pharmacopoea Germanica berufen, an deren Abfassung er thätigen Anteil nahm. Er schrieb Kommentar zur Pharmacopoea Germanican (2 Bde., Münch. 1872—76).