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ErdkundeBrockhaus 1882

Brandeis, czechisch Ichaft nr Stadt in der dem iinten User der Eihe arolinenthal, an dem linken Ufer der Elbe, in einer fruchtbaren Ebene, mit (1880) 3873 (Gemeinde 4050) E., welche Landwirtschaft und bürgerliche Gewerbe treiben, ist der Sitz eines Amtsgerichts und hat ein Piaristenkloster und ein altertümliches Schloß (der Familie des letzten Herzon Bole von Toscana gehörig), das der böhm. Herzog Boleslaw der Grimmige 941 gebaut haben soll. Später war B. I e der Aufenthaltsort des Kaisers Rudolf II., der das 1552 eingeäscherte 1. 20 wiederherstellte, Leopolds I. und Karls V. Während des Suhn be rigen Kriegs wurde B. 1631 von den Kaiß en behier und 1639, nachdem 30. Mai die Kaiserlichen ier von den Schweden besiegt worden waren, von den letztern. Im J. 1775 wurde die Stadt durch einen Brand fast gänzlich zerstört. Ihre Lage an der Straße nach Schlesien und der Lausitz erzeugte einen ziemlich lebhaften Verkehr, der seit dem Bestehen der Eisenbahn abgenommen hat. — Die im böhm. Bezirk Ho Rlen liegende kleine Stadt

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 436Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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