Brzetislaw I., Herzog von Böhmen, genannt der böhm. Achilles, regierte 1037.—55. Noch als Prinz unter der Herrschaft seines Vaters, des Herzogs Udalrich, machte er sich verdient durch die Eroberung Mährens (1031). In dieses Land, das er, Baut. Udalrich lebte, verwaltete, führte er seine raut, die deutsche Prinzessin Jutta, die er auf abenteuerliche Weise aus dem K u Schweinfurt entführt hatte. Als Herzog von Böhmen unternahm er 1039 einen kühnen Zug gegen Polen, uenen Land er siegreich unterwarf. Unter der großen Beute, die er nach Böhmen zurückbrachte, befand sich auch der Leichnam des heil. Adalbert, des zweiten Bischofs von Prag. inder glücklich war B. in seinen Kämpfen gegen den deutschen Kaiser Heinrich III., dem er I. 1041 unterwerfen und zu Regensburg den Lehnseid schwören mußte. Im J. 1054 traf der Herzog die Bestimmung, daß Böhmen fortan ein ungeteiltes Fürstentum bleiben solle; der Alteste in der Familie folge bei Erledigung des Thrones immer in der Regierung, die andern Prin⸗ — sollen mit Teilfürstentümern in Mähren verehenwerden (LexBrzetislawii, Senioratserbfolgegesetz). Dieses Erbfolgegesetz, welches zu häufigen Thronstreitigkeiten Veranlassung gab, alt bis 15 J. 1216, in welchem König Przemisi ttokar I. die Primogeniturerbfolge öftn rte.