Bürkuer (Hugol, namhafter Formschneider, geb. 24. Aug. 1818 zu Dessau, ging 1837 nach Düsseldorf, wo er zwei Jahre unter Sohns Leitung sich als Maler ausbildete. Daneben übte er mit großem Eifer das Holzschneiden und beteiligte sich an der Illustration des Raczynskischen Werks und des Nibelungenlieds nach Bendemanns und Hübners Zeichnungen. Nachdem er sich hierauf noch unter Unzelmann in Berlin in der Formschneidekunst vervollkommnet hatte, wurde er 1846 zum Lehrer der letztern an die Akademie in Dresden berufen. Der größte Teil von Hebels Gedichten, Volks⸗ und Studentenlieder, einige Jahrgänge der „Spinnstubeo, ein Teil der Illustrierten Bibel» (3. Aufl., Lpz. 1875) sowie von Schnorrs „Bibel in Bildern⸗ un vieles andere wurde in B.s Anstalt geschnitten. Ferner gingen aus derselben hervor 200 audeno deutscher Männer sowie 17 Bildnisse brandenb.⸗ preuß. Regenten, lebensgroß. Alle Arbeiten zeigen das Bestreben, dem Holzschnitte seinen breiten, kräftigen Charakter zu erhalten. Das Holzschnittwerk Weigels, welches Kopien alter Meister brachte, das Alte Testament Hans Holbeins, welches B. in 50 Holzschnitten herausgab (Lpz. 1850), der Deut-Conversations-Lexikon. 13. Aufl. III. Jugendkalender⸗ 910 ahrg.), Hugo B.s Ho nittmappen, A. Rethels «⸗Totentänzen u delen auf 551. fichne er nach den Originalaquarellen auf Holz zeichnete, zeigen, wie sehr er in den Geist der alten Lercn aren eingedrungen ist. Auch die Tierbilder nach Hasse * treffliche Lein dem Auf dem Gebiete der Radierung hat B. n dem «(Thronsaal des königl. Schlosses in Dresden von Bendemann — 7 und dem «Bilderbreviers von Jul. Hübner ebenfalls meisterhafte Arbeiten geliefert, Charakterköpfe zu G. —— Reise in Südafrikas, einzelne Blätter nach L. Richter, Lash 0 8en Bendemann, eine Anzahl Porträts. Nach eigenen Entwürfen radierte er „Bilder aus dem Familienlebene, wie er auch in der Deutschen Jugende und vielen andern Kinderschriften sich als Illustrator beteiligte.