Burséêra, eine von Jacquin zur Erinnerung an den neapolit. Arzt Burser benannte Pflanzen-Sursera aus der +* ihr benannten Familie der urseraceen. Ihre Vertreter sind große Bäume, die vorzugsweise der Flora Westindiens angehören; sie besizen abwechselnde, einfache oder zusammengesetzte Blätter, in Trauben oder Rispen gestellte olygamische Blüten mit kleinem, hinfälligem, dreiis fänflappigem Kelch und dreiblätteriger Blumenkrone und eine dreifächerige, dreikantige, mit drei Klappen aufspringende, fleischig-saftige Kapsel. Der balsamische, gummireiche Saft von B. gummifera gilt in Westindien für ein ausgezeichnetes Heilmittel bei Wunden. Aus demselben wird das sog. 0. Saderd gewonnen, welches vielfach in den europ. Handel kommt und zur Firnisbereitung verwendet wird. milie aus der Gruppe der Dikotyledonen. Man kennt ungefähr 150 Arten derselben, die sämtlich in den Tropengegenden einheimisch vorkommen. Cs sind meist 3 Bäume, seltener Sträucher, die reichlich Milchsaft führen. Sie haben zwitterige oder olygamisch⸗ weihäusige Blüten, die einen drei⸗ bis funfteili en Kelch, drei bis fünf Blumenblätter, zehn oder mehr Staubgefäße, einen mit zwei bis fünf Narben versehenen Griffel und einen zwei⸗ bis fünffächerigen Fruchtknoten besitzen. Die meisten Arten der B. liefern Harze und Balsame, die technische oder mediz. Verwendung finden. tertumsforscher, geb. 14. Nov. 1830 zu Mutzschen im Königreich Sachsen, besuchte 1843—47 die Thomasschule und 1847—51 die Universität zu Leipzig, wo er 1 philol. Studien widmete. Nach einem längern Aufenthalt in Griechenland habilitierte er sich 1856 mit einer Schrift über die Insel Euböa an der Universität zu Leipzig, wurde nach zwei Profes zum außerord. Professor ernannt, 1861 als rofessor der klassischen Philologie und Archäologie nach Tübingen, 1864 nach Zürich und 1869 nach ena berufen; sche Ostern 1874 wirkt er als Proessor der 90 chen Philologie an der Universität ünchen, gehört auch der dortigen Akademie der Wissenschaften als ordentliches Mitglied an. Von B.3 wissenschaftlichen Arbeiten sind, außer zahlreichen Scheiten der Königl. Sächsischen Gesellschaft der Abhandlungen in Fachzeitschriften, sowie in den Wissenschaften in 150 (deren Mitglied er seit dem J. 1859 ist), der Königl. Bayrischen Akademie der Wissenschaften zu München und andern Sammelwerken und einer Anzahl lateinisch geschriebener Programme der Universitäten Zürich und Jena, besonders hervorzuheben die kritischen Ausgaben der Schrift De errore profanarum religionumo des Julius Firmicus Maternus (Lpz. 1856) und des Rhetors Seneca Grlehen und eine vortreffliche Geographie von Griechenlando (2 Bde., Lpz. 1862—72). In den «Mitteilungen der Antiquarischen awer die 7 Züriche (Bd. 16) hat er eine Arbeit über die Altertümer von Avenches unter dem Titel: Aventicum Helvetiorumo (5 He te, Zür. 1867—70), veröffentlicht. Für die A gemeine Encyklopädies von Ersch und Gruber lieferte er unter anderm den Artikel «Griech. Kunst⸗ (Sekt. 1, Bd. 82, Lpz. 1864). Seit 1874 erscheint unter B.s Redaction ein Jahresbericht über die ortschritte der klassischen Altertumswissenschafto (Berlin).