Bustrophedoön heißt eine auf ältern griech. Denkmälern häufig vorkommende Schreibart, wobei die Zeilen nicht ununterbrochen von der Linken zur Rechten oder, wie in altester Zeit, von der Rechten ur Linken laufen, sondern abwechselnd die eine von Linken zur Rechten, die folgende in entgegengesetzter Richtung, die dritte wieder in derselben Richtung wie die erste u. s. w. Man nannte diese Schreibweise oννατοοαπν, d. h. ochsenwendig geführt, weil die Zeilen so aufeinanderfolgen, wie man beim flugen des Ackers die Stiere zu wenden und die Furchen . ziehen pflegte. Auf diese Weise waren olons Gesetze in 01 erne Tafeln eingegraben, von denen zuluk, Awers berreste fand.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 778Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei