Butler (Walter), Oberst im Heere Wallensteins, stammte aus Irland, trat schon früh als gemeiner Soldat in österr. Dienste und wurde dann Offizier in der Irischen Legion, welche sein Verwandter 90 kob B. als Oberst befehligte. Er gerieth 1631 bei der Verteidigung Frankfurts in schwed. Gefangenchaft, wurde aber ausgelöst und folgte 1632 den ahnen Wallensteins, der ihm sein Vertrauen chenkte und ihn zum Obersten eines Dragonerregiments machte. Nachdem er Sagan sichergestellt, half er bei der Wiedereroberung Böhmens und zeichnete sich namentlich bei der Einnahme von Eger aus, ging aber auf Wallensteins ehrgeizige Pläne nicht ein. Dennoch nahm ihn dieser 24. Febr. 1634 mit nach Eger, als B. schon von Gallas das Patent I1. atte, wonach Wallenstein für abgesetzt erklärt worden war. B. verband sich mit dem Hauptmann Deveroux, dem Kommandanten Gordon zu Eger und dem Oberwachtmeister Leslie, anfangs zur Gefangennahme Wallensteins, dann, da diese nicht aus r schien, zu dessen Ermordung, welche 25. Febr. 1634 voll ogen wurde. (S. Wallenstein.) Der Kaiser überhäufte B. mit Belohnungen und Ehren, verlieh ihm den Grafentitel, die Kammerherrnwürde und Ländereien in Böhmen. Hierauf kämpfte B. bei Nördlingen (6. Sept. 1634) mit Auszeichnung, eroberte Aurach und einige andere Städte, starb aber hate 25. Dez. 1634 bei Schorndorf, wie er gelebt hatte, als eisriger Katholik. Vgl. Carve, Itinerarium cum historia facti Butleri, Gordon, Lesly et aliorumo Bd. 1 u. 2, Mainz 1640—41; Bd. 3, Speier 1646); ericht des B.schen %½%i. zater Taaffe in Mailäths „Geschichte des österr. Kaiserstaatse (Bd. 3); Helbig, «Der Kaiser Ferdinand und der Herzog von Friedland während des Winters 1633—345 (Dresd. 1852). ů‚