FeedCrequi (Charles I., Marquis de)
GeschichteBrockhaus 1882

Crequi (Charles I., Marquis de), Marschall von Feunuichs = einer der hervorragendsten Offiziere einrichs IV., dem er in Frankreich und Italien eine malns von Siegen erfechten half, wurde 1610 Generallieutenant der Dauphiné, unter Ludwig XIII. 1619 Marschall, 1626 Pair von Frankreich. Auch unter dieser Regierung focht er mit großer Bravour gegen Spanier und Hugenotten in vielen Feldzügen. Berühmt sind seine Campagnen 1630, 1635, 1637 und 1638 in Mailand und Savoyen. Im letztern Jahre wurde er 17. März bei der Belagerung eines Schlosses getötet. — Sein Enkel Frangois, Marquis de C., geb. um 1624, kämpfte zuerst w1640 gegen Arras und blieb im Laer von H bis 1648. Darauf diente er ein ahr in Spanien, kehrte aber bald zurück, um unter Turenne bei Rethel, Condé, Valenciennes und andern Orten gegen den Prinzen von Condé und die Spanier mit hoher arte er die R. u fechten. Im J. 1667 kommandierte er die Rheinarmee, wurde 1669 Marschall und eroberte im nächsten Jahre Lothringen. Nach einer Periode kurzer Ungnade wurde er 1675 wieder Armeekommandant in den Niederlanden und Lothringen, erlitt nach manchen Waffenthaten 11. Aug. 1675 die Ireer Niederlage an der Conzer Brücke nahe bei Trier, rmißt, sind unter K aufzusuchen. wurde hier belagert und gefangen. Von 1676 bis 1678 vergalt er diese Schlappe seinem Besieger Karl von Lothringen Esas eine Reihe schwerer Schläge in Lothringen, Elsaß und Baden. Im J. 1679 rückte er nach Westfalen vor, um den Großen Kurfürsten zum Frieden mit den Schweden zu zwingen. Seine letzten Waffenthaten waren 1684 die Eroberung Luxemburgs und Triers. Er starb 4. Febr. 1687 in Paris. — Auch der ältere Bruder, Charles II., Herzog von C., hat sich in den span.⸗deutschen Kriegen unter Mazarin und Ludwig XIV. einen Namen gemacht. Er blieb, wie sein Bruder, in dem Frondekriege der Sache des Hofs treu. J. 1662 als Gesandter in Rom war er Gegenstand eines Angriffs, den der König als Kriegsfall gegen den Papst ausbeutete. Der Gesandte selbst kommandierte die Armee, die deshalb in Italien auftrat. Im J. 1667 nahm er freiwillig an der Belagerung von Tournai teil, 1677 ging er als Gesandter nach England, 1680 nach München. Er starb 13. Febr. 1687.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 670Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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