FeedCäcina (Aulus C. Alienus)
GeschichteBrockhaus 1882

Cäcina (Aulus C. Alienus), röm. eldherr, aus Vicetia (Vicenza), ging im J. 68 n. Chr. als Quästor im südl. Spanien — Galba über, als dieser sich gegen Nero erhob, ward von ihm zum Befehlshaber einer Legion (Legionslegaten) erhoben, sollte dann aber wegen Unterschlagung öffentlicher Gelder in Anklagestand versetzt werden, ging deshalb nach Germanien zu Vitellius und trie dort diesen zur Empörung gegen Galba. Als Vitellius sich zum Kaiser hatte ausrufen lassen, befehligte C. die eine der beiden Armeen, welche Vitellius vom Rhein gegen Italien sandte, wo indessen Otho Galba geimrt hatte. Er siegte mit seinem Mitfeldherrn in der großen Schlacht bei Bedriacum zwischen Mantua und Cremona (69 n. Chr.). Als sich aber Vespasian gegen Vitellius erhoben und der letztere wieder C. gegen die für Vespasian kämpfenden Legionen nach Oberitalien gesandt hatte, wollte C. zu Vespasian übergehen, wurde aber von seinen Truppen in Ketten gelegt. Nach dem Siege der Legionen Vespasians befreit und mit der Siegesbotschaft zu diesem gesandt, ward er freundlich aufgenommen. Do wurde er später (wohl 79 n. Chr.) verräterischer läne gegen Vespasian beschuldigt und auf Ge eiß des Titus niedergestoßen. Nach einer Angabe soll er mit der Königin Berenice, der Geliebten des Titus, vertrauten Umgang ldus haben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 806Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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