FeedCaincawurzel
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Caincawurzel heißt die als Drogue in den Handel kommende Wurzel verschiedener Arten der Gattung Chiococca. Die echte Cainca stammt von Ch. racemosa, einem auf den Antillen, Mexiko und Florida einheimischen Strauche, die bra il. Cainca von Ch. densifolia und anguifuga, welche beide in Brasilien wachsen. Die gemeine Cainca ist walzenförmig, ästig, samt den Asten hin⸗ und bergheenigmit dünner, harziger, graubrauner, höckerigrunzeliger Rinde, auf welcher sich Längsleisten mißt, sind unter K aufzusuchen. 52* demerkbar machen. Die auntuhe d. 971 keine Längsleisten, eine mehr braunrötliche Farbe und ist häuger der Quere nach eingerissen. Die C. enthält Emetin, Benzoéêsäure, Stärkemehl Harz, einen bittern Hatenden Cxtraktivstoff, Gerbstoff, Eiweiß, Schleim, Zucker, Wachs, Kautschuk und einen eigentümlichen Stoff, die Caincasäure (s. d.). Die gemeine C. dient als Brechmittel, doch ist sie in eutschland nicht offizinell; die brasilianische gilt in ihrem Vaterlande als Gegengift gegen den Biß giftiger Schlangen. Sa ira (d. es wird gehen), berühmtes franz. Repolutionslied (Carillon national Knationales Glockenspielo) von 1789, mit dem Refrain Ah! ea ira, ca ira, ca ira! Les aristocrats à la lanterney. Der Text stammt von einem Straßensänger, Namens Ladré, die Melodie von Becourt, Trommelschläger der Großen Oper. ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 820Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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