Ipecacuanha WIILd. Esychotria Ipecacuanha) ab, einer zur Familie der Rubigceen gehörigen Pflanze, die in den Urwäldern Brasiliens wild wächst und jetzt im tropischen Südamerika (3. B. Peru) auch angebaut wird. Sie ist eine ziemlich unscheinbare, krautartige, perennierende Pflanze mit knotig-gegliedertem, geringeltem, kriechendem, fadenförmigem Wurzelstock, aufrechtem, höchstens 30 em hohem Stengel, gegenständigen, ei⸗-lanzettförmigen Blättern und kleinen, in ein endständiges Köpfchen gestellten Blüten, welche eine röhrig-präsentiertellerförmige weiße Blumenkrone und einen denn underne oberständigen Kelch besitzen. Aus em unterständigen Fruchtknoten entsteht eine anfangs rote, zuletzt schwarzblaue Beere. Die J wurde 1648 durch Piso und Markgrav bekannt, aber erst 1797 durch den portug. Flottenarzt Dr. Bernardino Antonio Gomes wieder aufgefunden. Sie ist in Brasiliens Wäldern fast ausgerottet. Ihre Wurzelstöcke kommen unter dem Namen Radix I. ++4* in den Handel. Nur diese Sorte ist offizinell. ch der Beschreibung der Deutschen Pharmakopöe sind die Wurzeläste wurmförmig gekrümmt, bis 15 em lang, im mittlern Teil höchstens 5 mm dick, nach beiden Seiten etwas dünner und meist unverzweigt; die graue oder bräunlichgraue Rinde ist dicht und ziemlich Dauch, u geringelt, innen weißlich, von körnigem Bruch, sie trennt sich leicht von dem cylindrischen, hellgelblichen Holzkern. Eine zweite Sorte, Radix I. nigrae s. striatae 8. peruvianae, stammt von PSychotria emetica L. il. ab, einer in Peru und Neugranada einheimiburc Rubiacee, welche sich unter andern Merkmalen urch achselständige Blütentrauben von der brasilianischen unterscheidet. Ihre getrockneten Wurzeln sind viel stärker, ringförmig eingeschnürt und auf schwarzem Grunde gestreift. Eine dritte Sorte, die Radix I. undulatae s. farinosae, ist die Wurzel einer in Brasilien und Mexiko wachsenden einjährigen Rubiacee, der Richardsonia scabra St. Hel. Sie hat behaarte Stengel und Blätter, Blütenköpfchen und eine drei⸗ bis vierknopfige, nicht aufspringende Kapsel mit schildförmigen Samen. 17 Wurzeln sind fadenförmig, bräunlich, undeutlich geringelt, wurmförmig hin⸗ und hergebogen. Eine vierte Sorte, Radix I. albae s. lignosae, liefert Jonidium Itubu Humbdt. (Viola Ipecacuanha JL.), eine zur Familie der Veilchenewächse gehörende brasil. Pflanze; eine fünfte, die adix I. americanae s. succoflavae, eine nordamerik., zur Familie der Wolfsmilchgewächse gehö— rende Pflanze, die Euphorbia Ipecacuanha L. Die erstere dieser beiden letzten Droguen besteht aus 4—6 mm dicken gebogenen, warzigen, querrissigen, schmutzig-weißen Wurzelstöcken, die letztere aus höckerigen, rötlichen oder blaßgelben, inwendig weißen Wurzeln. Alle diese Brechwurzeln enthalten ein brechenerregendes Alkaloid, das Emet in (s. d.). Die J. wird in der Heilkunde vielfach verwandt, indem dieselbe ein mildes, Magen und Darmkanal wenig affizierendes Brechmittel liefert. In kleinern, nicht brechenerregenden Gaben dient die J. als Beruhigungsmittel bei Nerven⸗ und Gefäßaufregunen, als schleimlösendes und auswurfbeförderndes eittel bei Katarrhen, Verdauungsstörungen und bei der Ruhr. Man gibt sie in Pulverform, Aufguß, als alkoholischen oder weinigen Auszug und (namentlich Kindern) in Sirup. peh, Münze, s. Dong. pek (serb. Pes), Stadt im europ.⸗türk. Vilajet Kosovo, in der serb. Geschichte als Sitz des Patriarchen berühmt, zählt etwa 10000 E., von denen je ein Drittel mohammed. Albanesen, mohammed. Serben und griech. Serben sind. Sie liegt 15 km östlich der nordöstlichsten Spitze Montenegros, an dem linken Ufer der Bistrica, welche sich in den Bieli Drin ergießt. Die Bewohner beschäftigen sich mit Seidenzucht, Tabak⸗ und Obstbau.