FeedColumbowurzel
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Columbowurzel (Radix Colombo oder Columbo) heißt der knollige Wurzelstock von Jatéeorrhiza Calumba Miers oder Cocculus palmatus ermißt, sind unter K aufzusuchen. Wallich (s. unter Cocculus), welcher in läng-f lichen oder nierenförmigen Scheiben von 2, bis 8 em Länge in den Handel kommt. Ihre Rinde ist runzelig und braun, die Grenze zwischen Rinde r und Holz schwarz, von gräulichen Strahlen durch⸗(e zogen, das innere Feld vertieft, von gelblicher [ Farbe. Die C. (nach der Stadt Colombo auf Ceylon benannt), richtiger Kalumbo, schmeckt n schwach gewürzhaft-bitter und enthält, außer Stärkemehl (von diesem bis 30 Proz.), Holzstoff,‚ Gummi, einem flüchtigen Ole, einem gelben, har-1 zigen Extraktivstoff, das Columbobitter oder Columbin Cer H2207, einen eigentümlichen, indifferenten, geruchlosen, aber äußerst bittern, in farblosen Prismen irystallisierenden Stoff, und eine eigene Säure, die Columbosäure C.XH-Or, ein ebenfalls sehr bitteres, blaßgelbes, nicht keystallinisches Pulver, sowie Berberin CeoHNOI. Die C. ist offizinell und wird als tonisches, den Magen und Darmkanal stärkendes Mittel, z. B. bei Durchfällen, angewendet, und zwar meis als Dekokt, doch auch als Extrakt (Extractum Colombo), seit 1882 nicht mehr offizinell). ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 524Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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