Calamin, soviel wie Galmei (s. d.). OCalamistrum (lat.), das Brenneisen, mit welchem die röm. Damen des Altertums sich das Haar kräuseln ließen; dann übertragen soviel wie über-Jal Schmuck der Rede. alämus, Rohrpalme, von Linné benannte Palmengattung, deren zahlreiche Arten meist überaus lange, aber schwache, mit abwechselnd gestellten Blättern bese te, nicht aber mit einer Blätterkrone endigende, glatte, glänzende, geringelte Stämme besitzen, welche an Baumstämmen sich empor⸗ und durch die Baumkronen der Urwälder sich von Stamm zu Stamm schlingen, oft undurchdringliche Geflechte bildend. Sämtliche Arten sind in den Tropengegenden Asiens und Afrikas einheimisch. Die Blätter haben lange Scheiden, ja oft bestehen sie bloß aus in strickartige Ranken auslaufenden Scheiden, welche dann gewöhnlich mit starken, zahl-Wichhn tacheln besetzt sind. Die Blüten entwickeln sich an seitenständigen, zweireihig verzweigten Kolben, an denen sie, von scheidigen Deckblättern umhüllt, gewissermaßen Kätzchen bilden, und Frach rosenrote oder grünliche Blumen. Die üchte sind kugelige oder elliptische, braune oder gelbliche, mit einem Schuppenpanzer bedeckte Beeren. Ihre schlanken Stämme werden zu verschiedenen technischen Zwecken gebraucht. Von mehrern Arten werden dieselben als sog. Spa nisches Rohr oder Stuhlrohr zu Spazierstöcken und zu mancherlei Flechtwerk, so z. B. zu De Star Sesseln u. s. w. benutzt. Auch werden die Stämme oft durch Zerreißen in einzelne Fasern zerteilt und aus diesen sehr dauerhafte Seilerarbeiten, Schiffstaue, Matten, Körbe u. dgl. hergestellt. Zu solchen wecken werden vorzugsweise benutzt C. Rotang I., verus W., C. niger ., C. Royleanus Grif., C. viminalis W., die sämtlich in Ostindien, auf den ostindischen Inseln und im südl. China einheimisch sind. Einige Arten, wie C. Draco V., liefern das sog. ostindische Drachenblut (d.).