Calautica, im Altertum ein Kopfputz der röm. Frauen, mit einem Bande um den Kopf befestigt und mit schleierartig nach beiden Seiten auf die Wangen fallenden Zipfeln, die man auseinanderziehen und so das ganze Gesicht damit verhüllen konnte. Die C. wird öfter von Cicero erwähnt. Verschieden davon waren die Mitra der röm. Frauen, eine Kopfbinde mit Backenstücken und unter dem Kinn zugebunden, sowie die Cal vatica, eine Art Haube mit einem netzartigen Überzuge. In der röm. Kaiserzeit, als die Coiffuren überaus künstlich wurden, ließ sich die Sitte, das Haupt zu bedecken, nicht mehr damit vereini en, und zur Zierde des letztern ward nur noch kostbarer Schmuck von Nadeln, Kränzen, Diademen u. dgl. aus Edelmetall mit Perlen, Steinen und Email verwendet.