Calandrelli (Alexander), geschätzter Bildhauer der berliner Schule, geb. 9. Mai 1834 in Berlin wo er 1847 auf der Akademie, dann bei Friedrich Drake und August Fischer seine Ausbildung erhielt, welche er in Italien vollendete. Anfänglich der Kleinplastik zugewendet, schritt er mehr und mehr zu bedeutendern Aufgaben vor und erwarb durch die Tüchtigkeit und Frische seiner Arbeiten bald Anerkennung. Er lieferte unter andern verschiedene plastische Bildnisse zum Schmuck des berliner Rathauses, eins der Bronzereliefs (Dänischer Krieg) am Sockel der Siegessäule und das Siegesdenkmal für den fünften berliner Stadtbezirk, Steinreliefs am Siegesdenkmal zu Brandenburg, die Marmorstatue von Cornelius in der Vorhalle des Alten Museums, sowie das (im Guß begriffene) kolossale Reiterstandbild König Friedrich Wilhelms IV. für die Freitreppe der Nationalgalerie daselbst. iovanni C., Vater des vorigen, Edelsteinschneider, kam 1832 nach Berlin, wo er bis zu seinem Tode (1852) arbeitete. Zu seinen besten Leistungen gehören die nach Fischers Modell ausge-Glaubensschilde, dem nach Cornelius' Entwurf plastisch hergestellten Patengeschenke König Friedrich Wilhelms IV. an den Prinzen von Wales. Lalandrinia, eine von Humboldt, Bonpland und Kunth antten l und zur Erinnerung an den genfer Botaniker Calandrini benannte flanzengattung aus der Familie der Portulacaceen, besteht aus amerik., namentlich chilen., und austral. Kräutern mit fleischig-saftigen Stengeln und Blättern, von denen mehrere sich wegen schön gefärbter Blüten zu Zierpflanzen eignen und häufig kultiviert werden. Die Calandrinien haben abwechselnde, ganze und ganzrandige Blätter und meist in Trauben gestellte Blüten mit ganzblätterigem, zweiteili-Fruchtknoten sich in eine dreiklappige, einfächerige und einsamige Kapsel verwandelt. Schönblühende Arten sind C. pilosiuscula DC, mit rosenroten Blütentrauben, C. speciosa Hooh., mit %½% digen, purpurvioletten Blumen, C.discolor chrad., mit roten Blütentrauben, C. grandiflora Lindl., mit purpurroten Trauben, C. Gilliesii Hoox., mit violetten Doldentrauben, alle aus Chile. Sie sind zwar perennierende Kräuter, werden aber besser als einjahrige behandelt, da sie sich schwer überwintern lassen. Man säet sie im Fruhling in Töpfe oder Mistbeete und versetzt die jungen — im uni ins freie Land, wo sie dann schön blühen und is zum Herbst ihre Samen reifen. ů