FeedCalatayud
ErdkundeBrockhaus 1882

Calatayud, u ewealt eines Bezirks der span. Provinz Saragossa, eine alte und große Ciudad am linken Ufer des Jalon und an der Straße und Cisenbahn von Madrid nach Saragossa, 509 m hoch, in einer fruchtbaren Ebene, in welcher Wein, Ol, Hanf und Weizen gebaut werden, ist aber den heftigsten kalten Winden vom Moncayogebirge ausgesetzt. Die Stadt wurde im 8. Jahrh. von dem maurischen Feldherrn Ayub gegründet (daher Kalat Ayub), 1120 durch Alfons I. von Aragonien erobert, — noch arab. Renm Aueseh und ist von altertümichem und finsterm Aussehen, aber von schönen Promenaden umgeben. Sie besitzt 9 Thore, 13 Kirchen (leine mit schiefem Turm ist noch als ehemalige Moschee zu erkennen), 2 Kollegien und mehrere Leder⸗ und Seidenfabriken und zählt (1877) 11512 E. Der von Armen bewohnte Teil oberhalb der Stadt besteht aus Grotten im Fels und heißt die Moreria. C. ist aus den Ruinen von Bilbilis erbaut, dem Geburtsorte Martials, das an der Stelle des unfern gelegenen Bambola lag. Die Umgegend liefert den besten Hanf Spaniens.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 830Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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