Calonne (Alp onse Bernard, Vicomte de), franz. Publicist, geb. zu Bethune 1818, studierte zu Paris die Rechte, kämpfte nach der Revolution von 1848 für das legitimistische nabin in Broschüren und als Mitarbeiter an Journalen. Nach dem Staatsstreiche vom 2. Dez. nahm er teil an der Redaktion der 15. April 1852 durch den Marquis de Belval ½½ „Revue contemporainen, welche in polit. und ästhetischen Dingen die Tendenzen der altparlamentarischen Rechten vertrat, aber 1855 als C. Eigentümer Enlen Zeitschrift wurde, sich vom orleanistisch-klerikalen Liberalismus zum Bonapartismus bekehrte und einen offiziösen Charakter annahm, bis sie seit 1868 durch ihre Beurteilung der auswärtigen Politik des zweiten Kaiserreichs, besonders der Haltung —ů— während des Deutschen Kriegs von 1866, sowie durch die Arbeiten Keratrys über die mexik. Erpedition sich unabhängiger von der Regierung stellte. Nach dem — des Kaiserreichs ging die Zeitschrift ein. C. hat mehrere Schriften über polit. Ta esfragen veröffentlicht. Familie der Guttiferen. Man kennt gegen 25 Arten, von denen die meisten im tropischen Asien und nur einige im tropischen Amerika wachsen. Es sind Bäume mit lederartigen, glänzenden lättern und in endständigen oder seitenständigen Rispen stehenden kleinen polygamischen Blüten, die aus 4—12 elch⸗ und Blumenblättern, sehr vielen Staub2 en, einem Griffel und einem einfächerigen ruchtknoten bestehen. Die Frucht ist eine nicht aufspringende Steinfrucht. Von einigen Arten, die einen gummiartigen Saft enthalten, wird ein gelbgrünliches Harz, das Taka amak (s. d.) gewonnen, so von C. Inophyllum „C. apetalum R C. Calaba Jacg. Dasselbe wird wie Peru⸗ und Kopaivabalsam angewendet. Von einigen Arten wird auch das Holz, welches sich durch seine Dauerhaftigkeit auszeichnet, als eiitohnn benutzt, so von C. Calaba Jacg. und angustifolium Wall. Die Samen von C. Calaba eignen sich wegen un starken Olgehaltes zur Gewinnung von Brennö und werden in dieser Weise auch au den 0 de Inseln, wo die genannte Art einheimisch ist, verwendet. Tyndall (1866) die Umwandlung von e Sralle dunkeln Wärmestrahlen in leuchtende Strahlen. Bei dem hierzu gehörigen Experiment stellte Tyndall in den durch einen Hohlspiegel konzentrierten Strahlenkegel eines leuchtenden Davyschen Kohlenbogens ein Glaskölbchen, welches eine Lösung von odlösung läßt nur die dunkeln Wärmestrahlen, aber gar keine leuchtenden Strahlen durch; sie kann daher dazu dienen, die erstern von den letztern zu sichten. Das Glaskölbchen mreln vderm mithin, ähnlich einer Glaslinse, die dunkeln Wärmestrahlen noch stärker als der Hohlspie el. Im Brennpunkte des Kölbchens entzündete sich Papier und das Platinblatt wurde hier rot⸗ bis weißleuchtend. Es wurden also bei diesem len ode dunkle Wärmestrahlen in leuchtende Strahlen o der Strahlen niedriger in jene höherer Brechbarkeit oder auch Strahlen von größerer in solche von kleinerer Wellenlänge umgeandert. Da bei der luorescenz (. d.) die dunkeln chem. Strahlen ebenfalls in leuchtende Strahlen umgewandelt werden, so sind Fluorescenz und C. analoge Erscheinungen; beide bieten das Gemeinsame einer Veränderung der Wellenlänge. Allein bei der Fluorescenz erfolgt die Umwandlung einer geringern Wellenlänge in eine größere, während bei der C. das Gegenteil geschieht; bei letzterer werden die dunkeln überroten, bei jener die dunkeln übervioletten in leuchtende Strahlen transformiert. Die C. wurde schon aus der früher bekannten Fluorescenz, als Analogon zu dieser, vorausgesagt; aber erst Tyndall lieferte das befriedigende Experiment dazu.