Calw, Kalw, Oberamtsstadt im württemb. Schwarzwaldkreise, 36 km westlich von Stuttgart, freundlich in dem eiten des Aluenten Thale der Nagold zu beiden Seiten des Flusses gelegen, in 349m —4⁷ ist Knotenpunkt der Schwarzwaldbahn und der Nagoldbahn und einer der betriebsamsten Fabrik⸗ und Handelsorte des Landes. Die Stadt ist Sitz eines ts und einer Handels⸗ und Gewerbekammer, hat drei Banken, eine höhere Bürgerschule, ansehnliche Stiftungen und eine bedeutende Missionsanstalt und zählt (1880) 4662 meist prot. C., welche Woll⸗ und aumwollspinnerei, Fabrikation von Tuch, wollenen Jacken, Winterschuhen Beinkleidern, Wolldecken, sowie Gerberei, Schönfärberei, Kratzen⸗, Leim⸗, Cigarrenfabrikation und viele Kleingewerbe, außerdem auch Feldbau und Viehzucht betreiben. Auch ist C. ein bedeutender ruchtmarkt und der Hau tsitz des Holzhandels im Schwarzwald, der bis nach Holland sich ausdehnt und wichtige Flößerei veranlaßt. Auf einer der beiden Nagoldbrücken steht die architektonisch merkwürdige, um 1400 erbaute, neu restaurierte St. Nikolauskapelle. C. war Stunr die Hauptstadt der Grafen von C., deren Stamm 1262 erlosch und deren Burg 1600 abgetragen wurde, eins der ältesten, begütertsten und angesehensten Geschlechter in Schwaben. Im J. 1345 kam C. an Württemberg. Nach der Schlacht von Nördlingen 1634 wurde die Stadt C. vom bayr. General von Werth und 1692 lantenfamilteanrs (Lalycanthaczae), kleine Pflanzenfami ie aus der Gruppe der Dikotyledonen, die nur zwei Gattungen mit drei Arten umfaßt, von denen zwei in Nordamerika, eine in Japan ein94 ist. Es sind Sträucher mit roten oder gelen wohlriechenden Blüten, die vielfach als Zierpflanzen kultiviert werden. gefärbten, scheinbar die eigentliche Blume bildenden Kelchblätter), von Linné benannte Gattung nordamerik. Sträucher aus der kleinen Familie der Calycanthaceen. Man kennt nur zwei Arten; dieselben besitzen einfache, ganze gegenständige Blätter + Nebenblätter, einzelnstehende, gestielte Zwitterblüten mit krugförmigem, etwas eischigem, in viele ungleich farbte strahlende Blätter geteiltem, loroliinisch gefärbtem Kelch, fehlender Blumenkrone, vielen Staubgefäßen und mehrern, im Grunde trichterförmigen Blütenbodens eingewachenen einfachen Stempeln, aus denen einsamige, in em fleischig werdenden Blütenboden eingeschlossene zusammen eine Scheinfrucht bilden. Die Calycanthen haben ziemlich große, mit rotbraunen Kelchblättern versehene Blumen, welche an rulscht gewürzhaft-weinig duften, weshalb sie in Deut chland Gewürzsträucher genannt werden. Sie sind beliebte Ziersträucher, welche unser Klima gut vertragen. Die bekannteste und am häufigsten angebaute Art ist C. floridus L. aus Florida, mit filzigen Zweigen und ovalen Blättern.