Campomanes (Pedro Rodriguez, Graf von), span. Staatsmann und hervorragender nationalökonomischer S 4π½ geb. 1723 in Asturien, machte sich zuerst bekannt durch die «Antiguedad maritima de la republica de Cartago, con el Périplo de su general Hannon, traducido del griego Vilustrado o (Madr. 1756). Nachdem er in seiner vaterländischen Provinz den Ruf eines gewandten Rechtsgelehrten sich erworben, ward er von Karl III. 1762 zum Fiskal des Hohen Rats von Castilien ernannt. Auf Veranlassung des Königs gab er Dis- „Curso sobre el fomento de la industria popular- (1771) und Discurso sobre la educacion popular de los artisanos y su fomentos (1775) nebst einem usammen in sechs Bänden heraus, worin er seine nsichten über innere Polizei, Abgaben Ackerbau, Manufakturen und Handel darlegte. Durch eine andere Abhandlung bewirkte er die Freigebung des Getreidehandels. Den Grafen Aranda unterstützte er eifrig bei dem Unternehmen, die Jesuiten aus Spanien zu vertreiben. Bei dem Regierungsantritte Karls IV. im J. 1788 wurde er, damals Vorsitender des Hohen Rats von Castilien, 1 d Präsidenten des Königlichen Rats und ba darauf zum Staatsrat ernannt. Als jedoch der 7½ rida Blanca die Gunst des Königs erlangt hatte, wurde C. aus dem Rate entfernt und verlor seine Amter. Er lebte hierauf in der urückgezogenheit den Wissenschaften und starb 3. Febr. 1802. Geschätzt sind seine staatsökonomischen Schriften, am berühmtesten aber ist sein „Tratado de la regalia de amortizaciono (Madr. 1765; neue Aufl., mit einem Elogium des C. von Arnao, Gerona 1821), worin er zu beweisen suchte, daß die 7 Regierung das Recht habe, Veräußerungen zur Toten Hand zu beschränken. Ein Seitenstück dazu bildet sein HNHU hinterlassener Tratado de la regalia e Espana (herausg. von Salva, Par. 1830). en Mode (Cesare, Marchese), ital. Historiker, * zu Modena 11. Aug. 1814, studierte in Woese aterstadt und widmete sich mit Eifer der oesie und den Dalten Wissenschaften. Unter seinen poetischen Arbeiten sind erwähnenswert die histor. Dra-Romano (beide Tur. 1851), sowie das Gedicht Cantica in morte della duchessa di Modena Maria Beatrice di Savoiad (Mod. 1840). n Mono Gebiete lieferte C. eine große Anzahl von Monoraphien, die sich alle durch Gründlichkeit der Forshung und Klarheit der Darstellung auszeichnen. Hiervon sind die meisten in den Atti della società di storia patria per le provincie dell' Emiliav, in den «Atti dell' accademia di scienze, lettere ed arti, di Modenay und in andern gelehrten Zeitschriften veröffentlicht worden. Unter den besonders erschienenen verdienen Erwähnung: «Del governo a comune di Modenas (Parma 1864), Ricordi dello scultore Giuseppe Obici, (Mod. 1865), Notizie biografiche del commendatore Luigi Poletti architettoo (Parma 1865), „Cristina di Spezia e gli Estensi 1877), Storia del collegio di San Carlo di Modena (Parma 1878). C.s . — durch welches er sich auch im Auslande ekannt gemacht hat, ist die treffliche, durch umfassende neue Forschungen ausgezeichnete Biographie Raimondo Montecuccoli, i suoi tempi e la sua famiglia Flor. 1876). Er starb 6. Sept. 1880 zu Mailand. Eine hienen a seiner Schriften ist unter dem Titel erschienen Memorie patriè, storiche e biografiches (Mod. 1882).