Arauda (Pedro Pablo Abaraca de Bolea, Graf von)/ span. Diplomat und Staatsmann, geb. 21. Dez. 1718 in Saragossa, widmete sich anfangs dem Militärdienste, nahm als Oberstlieutenant 1746 seinen Abs ieb, bereiste Frankreich und Italien und Bes sich dann auf seine väterlichen Güter Dherfe ei Karls III. Thronbesteigung 1759 zum berst ernannt, wurde er als Gesandter an den Hof Stattha III. von Polen geschickt, erhielt 1764 die Statthalterschaft von Valencia und unterdrückte 1765 den Aufstand in Madrid, — — der König zum Präsidenten des Rats von Castilien ernannte. „In dieser einflußreichen Stellung bi⸗ d er die kirchlichen Mißbräuche abzuschaffen, ie Macht der Geistlichkeit sowie auch besonders die Inquisition zu beschränken und die Klosterzucht Sarhe 1. April 1767 bewirkte er die änzliche Vertreibung der durche aus Spanien. chon 1773 wurde er jedoch durch den Einfluß der Dominikaner von der Roin Kaat entfernt und erhielt die Gesandtschaft in Fran leise dieser Stellung blieb er bis 1787 und leistete esonders dadurch Dienste, daß er den Pariser Frieden von 1783 unerwartet schnell zum Abschluß brachte. Erst 1792 trat A. wieder in seine frühere tellung, wurde jedoch sehr bald durch den Günstling der Königin, Godoy, Herzog von Alcudia (. d.), ersetzt. A. blieb zwar Präsident des Staatsrats, den er organisiert hatte, ward aber wegen seines Freimuts 1793 nach Jaen in Andalusien verwiesen, bis er 1795 die Erlaubnis erhielt, auf seine Güter in Aragonien zurückzukehren, wo er 1799 starb.