FeedCampra (Andre)
MusikBrockhaus 1882

Campra (Andre), der bedeutendste Opernkomponist in Frankreich in der Zeit nach Lullys Tode bis zum Aufkommen Rameaus, geb. 4. Dez. 1660 zu Aix in der Eung. nz wo er auch seine tonkünstlerische Ausbildung erhielt. Er wurde 1679 Musikdirektor an der Kathedrale von Toulon, kam 1681 als Kapellmeister nach Arles, 1683 in gleicher Eigenschaft an die Kathedrale von Toulouse und ging 1694 nach Paris, wo er zuerst als Musikmeister an der Kirche des Jesuitenkollegiums und dann an der Notre-Damekirche Anstellung fand. Nachdem er diese Amter niedergelegt hatte, brachte er seine zwei ersten Opern (LEurope galante, und „Le carneval de Venise) auf die Bühne, welche sich schnell über ganz Europa verbreiteten. Der glänzende Erfolg seiner theatralischen Werke brachte ihm mit der Zeit die Ernennung zum königl. Kapellmeister (1722), eine Pension und die Stelle als Musikdirektor und Komponist des Prinzen von Conti ein. Er starb zu Versailles 29. Juli 1744. Von seinen Opern sind noch anzuführen: Aréthusen, Tancrèden, Iphigénie en Taurides, „Hippodamie v, Télémaquen, Achille et Déidamide v, 4Aline v. Sonst hat er noch Balletdivertissements, Cantaten, Motetten u. s. w. verfaßt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 888Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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