FeedCannobbio
ErdkundeBrockhaus 1882

Cannobbio, Flecken in der ital. Provinz Novara, am Westufer des Lago-Maggiore und am Cannobbio, 23 km im NO. von Pallanza, mit 2557 E. Die Kuppel der Madonna della Pietä ist von Bramante entworfen; die Piazza umgeben Arkaden. Der Boden liefert Korn, guten Wein und schöne Früchte. Holz, Kohlen und Eichenrinde werden verhandelt, ebenso Butter und Käse. Die als Sommaco betannten gegerbten Ziegenfelle haben Ruf. Auch Wollwaren werden gefertigt, und eine große Seidenfilatur beschäftigt 200 Arbeiter. Monatlich werden zwei sehr besuchte Märkte gehalten. Nach N. hin erhebt sich die Ruine eines alten Kastells, welches schon 1230 vorhanden war. Der Ort selbst soll röm. Ursprungs sein. In der Nähe befindet sich ein schöner Wasserfall und in einer alten Abtei die große Wasserheilanstalt La Salute.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 912Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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