FeedCastellamare di Stabia
ErdkundeBrockhaus 1882

Castellamare di Stabia, eigentlich Castello a Mare Stabia, eine malerisch gelegene Stadt am Südostgestade des Golfs von Neapel, am Fuße des Berges Faito, des alten Battario, auf den Trümmern der alten, mit Herculanum und Pompeji Wisch verschütteten Stadt Stabiä, ist Sitz eines Bischofs, durch eine Zweigbahn nach Torre dell' Annunziata mit der Südbahn verbunden und zählt (1881) 22207, als Gemeinde 33 102 E., welche Maccaroni, Seife,‚ gefärbtes Pelzwerk und Baumwollstoffe fabrizieren, Handel, Schiffahrt und Fischfang treiben. Kaiser riedrich II. baute hier ein Kastell am Meere, das Karl I. von Anjou mit Mauern und Türmen umgab. Die Stadt ist befestigt, durch zwei Kastelle geschützt und hat einen Halbes von einem befestigten Molo und einem eine halbe Stunde langen Quai umschlossenen, m tiefen Hafen, Schiffswerfte von Ferdinand II. und ein Arsenal von Ferdinand I. angelegt. Von den Neapolitanern wird die Stadt viel besucht wegen ihrer gesunden Luft, ihrer Schattenplätze, ihrer Seebäder, ihrer Sauerbrunnen und Schwefelquellen. Hinter der Stadt erhebt sich der mit Reben, Kastanien und Villen bedeckte Monte-Auro, wo das königl. Lustschloß Quisisana mit schönem Park eine herrliche Aussicht darbietet. C. wurde 1654 von den Franzosen unter dem Herzog von Guise eingenommen; bei C. schlug 1799 der franz. General Maedonald die vereinigten engl.⸗neapolit. Truppen. ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 51Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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