Capistranus (Johs.), der Heilige, Kreuzprediger gegen Ketzer und Türken, geb. 24. Juni 1386 zu Capistrano, einem neapolit. Städtchen in den Abruzzen. Anfangs Jurist, trat er im 30. Jahre in den Franziskanerorden und machte sich bald durch seine Sittenstrenge und durch seinen Eifer egen die sektiererischen Fraticellen in Oberitalien Dekannt. Er erhielt deshalb seit 1426 von den Päpsten Martin V., Eugen IV. und Felix V. den Auftrag, sich ganz der Ausrottung des Sektenwesens u widmen. Nachdem er 1444 Generalvikar der sog. Observanten oder strengern Franziskaner geworden war, ernannte ihn Nikolaus V. 1450 zu seinem Legaten in Deutschland, um den hussitischen Ketzereien ein Ende zu machen und die gerentern. zu einem Kreuzzuge gegen die Türken zu begeistern. Wie ein Heiliger verehnt, erregte er, obgleich nur der lat. Sprache mächtig, überall die größte Beeisterung. In Mähren predigte er auch mit Erolg gegen die Hussiten, während in Böhmen der Statthalter Georg Podiebrad und der Erzbischof Rokyczana — ur Flucht ardem Hierauf ging er 1453 nach Breslau. Nachdem er daselbst ein Kloster nach der strengen Regel Bernhards eingerichtet, eine große Untersuchung wegen angeblich durch Juden entweihter Hostien gehalten und dem ½ν im Foltern der Angeschuldigten persönlich Unterricht erteilt hatte, begab er sich nach andern Orten Schlesiens und später nach Krakau, wo er ähnliche Hπ verübte. Als er ver-Sept. auf dem Reichstage rankfurt a. M. im dept. 1454 und zu Wiener-Neustadt im Febr. 1455 die deutschen Fürsten zu einem Kreuzzuge gegen die Türken zu bewegen versucht hatte, sammelte er auf eigene Hand ein üwerbebrar führte es nach Ungarn und half dem schwerbedrängten Jal Corvin Hunyades wesentlich zur Entsetzung Belgrads von den Türken, 21. Juli 1456. Er starb im Kloster zu Illock 23. Okt. 1456. Durch Alexander VIII. wurde er 1690 zum Heiligen erhoben und der 23. Okt. zu Oapita, Mehrzahl von Caput (s. d.). Oapita aut navia (lat., Köpfe oder Schiffer) ein im alten Rom gebräuchliches Spiel. Man warf eine Münze in die Höhe und wettete, ob sie auf die eine oder andere Seite fallen, Kopf oder Schiff zeigen werde. Die röm. Kupfermünzen (lange Zeit ie einzigen) trugen nämli Bil Zeit der Republik alle auf der Vorderseite das Bild des Kopfes eines Gottes loder des Doppelkopfes des Janus), auf der Rückseite das eines anass ö