Caprara (Albert, Graf von), österr. General und Diplomat, aus bolognesischem Geschlecht, Neffe Octavio Piccolominis, Vetter Montecuculis, geb. zu Bologna 1630, zeichnete sich als Offizier in den ungar.türk. Kriegen und mehr noch zwei wichtigen Gesandtschaften aus, mit denen er 1682 und 1685 nach Konstantino el betraut wurde. Nicht lange darauf starb er. Merkwürdig ist der italienische, auch ins Deutsche übertragene Bericht über die erste Mission, den er veröffentlicht hat. Humanistisch gebildet, hat er sich auch sonst durch litterarische Arbeiten, meist libersetzungen von Werken des jungern Seneca, bekannt gemacht. der des vorigen, geb. zu Bologna 1631, österr. General, diente unter seinem Oheim Montecuculi in dessen Feldzügen Wdie Türken und Franzosen und erhielt 1674 heg iese am + ein hem e. diges Kommando. Von Turenne bei Sinsheim geschlagen, focht er mit Auszeichnung bei Ensisheim, ward dann bei Mülhausen gefangen, ausgelöst, und nahm von neuem an dem Kriege bis 1678 Anteil. Seit 1683 kämpfte er mit besonderm Glück in Ungarn gegen die Insurgenten und die Türken. Damals und später machte er sich unvorteilhaft bekannt durch sein neidisches und streitsüchtiges Wesen, besonders als er nach Eintritt des Prinzen Eugen in das Oberkommando als Vizepräsident des wiener Hoftriegsrats Gelegenheit fand, den Prinzen durch seine hemmende Kritik zu verdächtigen. Er starb zu Wien 3. Febr. 1701. ů‚ ö