Carausius, ein romanisierter Menapier von niedriger Abkunft, hatte sich unter dem röm. Cäsar Maximian in dem Kriege gegen die 14 7 Bauernrevolution der Bagauden im nordöstl. Gallien 285 n. Chr. so sehr ausgezeichnet, daß ihn Maximian mit der Aufgabe betraute, als Führer der röm. Kanalflotte die deutschen Korfaren zu vertreiben, welche damals die Küste des Kanals bis zur Bretagne unsicher machten. Als aber Maximian (jeetzt Kaiser) 286 erfuhr, daß C. die neue Stellung nur zu seiner er den G. Bereicherung benutzte, so verurteilte er den C. zum Tode. Dieser aber gewann durch sein Gold die sier d für sich, segelte 90. Eritannien, riß auch hier die Truppen zum Abfall fort (Anfang 287) und nahm den Kaisertitel an. Durch ein vortreffliches Regiment Erhun er die Provinz an sich und gewann durch Werbungen unter Sachsen und Franken eine solche Macht, daß die Kaiser Diocletian und Maximian im J. 290 sich entschließen mußten, den 15 des ge als Kaiser von Britannien (mit Einschluß des gall. Hafens Bononia) anzuerkennen. Erst der am 1. März 293 für Gallien neu ernannte Cäsar Constantius Chlorus erschütterte die Stellung des C. Er eroberte 293 Bononia, und nun wurde C. durch seinen Gardepräafekten Allectus ermordet, der dann 296 schnell den Angriffen des Constantius unterlag. ů‚ Caravaca, Stadt in der span. Provinz Murcia, 85 km int WNW. von Murcia, unweit links vom zur Segura fließenden Flusse C., liegt an dem 1 — „ eines Hügels, den eine alte Feste krönt, we che rtem Geha⸗ erhalten ist, in fruchtbarem, gut bewässertem elände und zählt (1877) 15017 E. Der Ort fabriziert Papier, Seife, Branntwein, Ol, Leder, hat Färbereien und ollspinnerei und aravaggio, Stadt in der ital. rovinz Berganto, 4 km im SO. von Trevi 99, der Gera „Adda und an der Cisenbahn Mailand-Eremona, zählt (1881) 6089, als Gemeinde 7909 E. Tiefe Hräben mit sechs Brücken um iehen den Ort, der hroße Pläße, schöne Häuser und reich verzierte Kirhen besitzt. Viele Wallfahrer zieht sein Sanctuarium an, eine 1575 von Tibaldi erbaute prächtige Kirche auf einem mit sechs Thoren versehenen Platze. C. war im Mittelalter ein volkreicher, bedeutender Ort: Mauern und Kastell sind erst in neuerer Zeit gefallen. C. ist Vaterstadt von Polidoro Caldara ½ Amerighi da C., Paolo Moietti Fabio Rangoni u. a.