Carapaöl (Andirobabl, Touloucunaöl), ein aus den Früchten von Carapa guianensis und C. Tulueuna, von denen ersterer namentlich in Brasilien und in Guiana, letzterer am Senegal vorkommt, durch gelindes 42⁷1%⁷ bei I. ondi her Temperatur gewonnenes flüssiges ot; wird der Preßrückstand erwärmt und von neuem gepreßt, fo resultiert ein zwischen 40 und 507 schmelzendes Ol. Das Ol wird von den Eingeborenen zum Einreiben des Körpers verwandt; es soll ein Schutzmittel gegen Insektenstiche sein; außerdem bildet es einen nicht unwichtigen Exportartikel und wird in Europa zur Seifenfabrikation benutzt. Der Name Andirobaöl ist in Brasilien gebräuchlich, während das afrikanische meist Touloucunaöl genannt wird.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 937Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei