Carbonieus (neulat.), kohlensäurehaltig, koh⸗ „Carbonisieren nennt man in der Wollwarenindustrie eine chen Stof welche bezweckt, die Wolle von vegetabilischen Stoffen zu befreien und die darauf beruht, daß Wolle der Einwirkung von Säure widersteht, während die vegetabilischen Körper dadurch zerstört werden. Sie kommt bei zwei verschiedenen Veranlassungen zur Anwendung. Es sind manche Wollen so mit Kletten, den Samenköpfen von Disteln durchsetzt, daß ihrer Verarbeitung dadurch die größten Schwierigkeiten bereitet werden. Solche Wollen werden in ein Bad einer vierprozentigen Schwefelsäure getaucht und bei einer Temperatur von 110—120 C. getrocknet. Hierdurch wird die organische Substanz der Kletten zerstört, während die Wolle erhalten bleibt. Außerdem kommt das C. bei der Fabrikation der Kunstwollen aus gemischten Geweben zur Verwendung. Diese, ebenfalls mit Schwefelsäure imprägniert und bei hoher Temperatur getrocknet, werden dabei so verändert, daß alle aumwolle verkohlt oder doch gänzlich desorganisiert wird, ein kräftiges Waschen enügt dann, um die Reste der Baumwolle zu beeitigen. Earbonne, Stadt im franz. Depart. Ober-Garonne, Arrondissement Muret, 21 km im SSW. von Muret, in 208 m Höhe an der Garonne und an der Eisenbahn Toulouse-Tarbes, zählt (1876) 1658, als Gemeinde 2577 CE., welche Eisen zu Feilen u. s. w. verarbeiten.