FeedCareer (lat., Kerker)
HeilkundeBrockhaus 1882

Career (lat., Kerker), Schul⸗ und Universitätsgefängnis zur Verbüßung von gröbern Disciplinar⸗ —, en; Carcergrius, Kerkermeister. areinom, s. Krebs (Krankheit). GSardamine, Schaumkraut, eine von Linné benannte Pflanzengattung aus der Familie der Cruciferen, aus Kräutern mit meist leierförmigen Blättern bestehend, deren Blüten weiß oder lila gefärbt und deren Früchte als langgestreckte, linealgeformte, der Scheidewand parallel zusammengedrückte Schoten mit ebenen, in der Mitte nervenlosen Klappen und einreihigen Samen ausgebildet sind. Die Schoten springen elastisch auf, besonders bei einer in feuchten Laubwäldern wachsenden Art, C. Impatiens L. Die gemeinste der in Deutschland vorkommenden Arten ist C. pratensis L. das Wiefenschaumkraut, auch Wiesen-und Steintresse genannt, welche mit ihren blaß lilafarbenen Blütentrauben im Mai alle frischen und feuchten Wiesen und Grasplätze, oft in erstaunlicher Menge, ziert. Das etwas gewürzhaft scharf schmeckende Kraut war samt den Blüten früher unter dem Namen Herba et flores Nasturtii pratensis offizinell. Eine andere, häufig mit der Brunnenkresse verwech-Nud Art ist die an und in Quellen, Sümpfen und euchten Orten wachsende C. amara L., welche an ihren blauschwarzen Staubbeuteln leicht von der Brunnenkresse (s. d.) zu unterscheiden ist. Cardamomen, s. Kardamomen. Cardanisches Gelenk, s. unter Kuppelung. Cardänus (Hieronymus), Mathematiker, Mediziner und Thrang⸗ geb. 24. Sept. 1501 zu Pavia, gehörte einer der angesehensten Familien Mailands an, wo sein Vater, Facius C. Kedn 1444, gest. 29. Aug. 1524), als Rechtsgelehrter lebte und seiner vielseitigen, auch Mathematik und Arzneikunde umfassenden Kenntnisse wegen in hohem Ansehen stand. C. ging 1521 nach Pavia, 1524 nach Padua, wo er Doktor der Medizin wurde, lebte dann mehrere Profe in dem Städtchen Sacco und wurde 1534 rofessor der Mathematik in Mailand, wirkte aber später daselbst auch als Lehrer der Heilkunde und praktischer Arzt. . J. 1552 folgte er einer Einladung des Erzbischofs von St.⸗Andrews und Primas von Schottland, Hamilton, um diesen vom Asthma zu heilen, verweilte 10 Monate in Schottland, kehrte dann nach Mailand zurück, ging 1559 als Professor der Medizin nach oeng und von da in gleicher Eigenschaft nach Bologna, wo er bis 1570 lehrte und in diesem Jahre auf eine unbegründete Anklage hin ein halbes Jahr gefangen gehalten wurde. Im J. 1571 wandte er sich nach Rom, wo er eine Pension vom Papste erhielt und 21. Sept. 1576 starb, nach einigen eines freiwilligen Hungertodes, um sein von ihm selbst vorhergesagtes Sterbejahr nicht zu überleben. Den Inbegriff der Physik und Metaphysik des C. enthalten seine zwei Werke: „De subtilitaterß in 21 Büchern und De rerum varietatep in 17 Büchern, voll unzusammenhängender, größtenteils paradoxer und oft widersprechender Behauptungen. Größere Verdienste hat er sich um die Mathematik erworben, namentlich um die Algebra, in welcher sein Name durch die Regel zur Auflösung der Gleichungen des dritten Grades fortlebt, welche nach ihm die Cardanische Regel oder Formel genannt wird, wiewohl sie nicht von C., sondern von Scipione dal Ferro und später von Tartaglia erfunden worden war. C. hatte erfahren, daß Tartaglia die Auflösung jener Gleichungen gefunden habe, und wußte ihm deren Mitteilung durch List und eidliche Versprechungen der Verschwiegenheit zu entlocken, machte sie aber dennoch 1545 in seiner Schrift Ars magna sive de regulis algebraiciso zugleich mit andern Fortschritten der Algebra bekannt. . Buchner, 4C.“ Formel (Hildburgh. 1857). Seine zahlreichen Schriften, worunter auch eine De vita propriav, erschienen it in di von Spon (10 Bde., Lyon 1663); doch e lt in dieser Sammlung die Metoposcopia 800 faciei humanae eiconibus complexa (Par. 1658). — Sein ältester Sohn Nasenn Baptista C., geb. 14. Mai 1534, der Arzt zu Mailand war, wurde 13. April 1560 im 26. Jahre zu Pavia enthauptet, weil er seine untreue Frau vergiftet hatte. Cardea, s. Carna. Cardenas, Seestadt auf der span. Insel Cuba in Westindien, 145 km östlich von Havana, an der Eisenbahn der Nordküste, hat breite, regelmäßige Straßen, schön gebaute Häuser, eine Statue des Columbus und zählt 12910 E., worunter 7700 Weiße. C. wurde 1828 gegründet. Es ist ein aupthandelsplatz geworden und führt namentlich uücker aus (1878 122000 Fässer). 1 n. Cardi (Ludovico), florent. Maler, s. Cigöli. Cardiff oder Caertaff, Municipalstadt, Parlamentsborough und Hauptort der engl. Grafschaft Pn Leion in Südwales, liegt 241 km westlich von London, an der Westbahn, auf dem östl. Ufer des wenig weiterhin in die Severn mündenden Flusses Taf, über welchen eine schöne Brücke von fünf Bogen führt. Unter den Gebäuden zeichnet sich besonders die St. Johanniskirche mit schönem Turme mißt, sind unter K aufzusuchen. aus. Die Einwohner, deren Zahl sich in den J. 18⁰¹ —81 von 1870 auf 82573 vermehrt hat, beschäftigen 1 Hr mit Handel. Der Glamorganshire-Kanal und eine Eisenbahn verbinden die Stadt mit Merthyr Tydfil (s. d.). Außerdem hat der Marquis von Bute 1834 —39 auf eigene Kosten mit einem Aufwande von 400000 Pfd. St. nach dem 3 km weiter südlich liegenden Hafen von Penart oder Cardiff einen Kanal herstellen lassen, der dur 36 Schleusen 173 m hoch geht, und ein gro es Bassin, welches an 200 Schiffe fassen kann. Die Landungsbrücke hat 411 m Länge. C. ist hinsichtlich der Kohlenausfuhr der zweite Ort Großbritanniens (1879 wurden für 21,5 Mill. Mark Kohlen ausgeführt). C. ward 1079 +* und mit dicken Mauern .—7— In dem alten Schlosse saß Robert von der Normandie, der älteste Sohn Wilhelms des Eroberers, 1107—34 gefangen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 942Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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