FeedCarmagnöla
GeschichteBrockhaus 1882

Carmagnöla, venet. Feldherr, eigentlich Sohn enes Bussone, geb. um 1390 als der aln eines Bauern zu C. in der Markgrafschaft Saluzzo, hütete als Knabe das Vieh, nahm dann Kriegsdienste und zeichnete sich em 5 tut und Klug-Ma so aus, daß er unter dem Herzoge Filippo aria Bisconti von Mailand schnell befördert wurde. Der Herzog schenkte ihm seine Gunst in hohem Grade und gab ihm eine seiner Verwandten ur Gemahlin. Allein Mißgunst erzeugte Verleumung, sodaß C. in Ungnade Mailand verlassen mußte. Francesco Foscari, Doge von Venedig, bewog ihn, den Oberbefehl über das venet. Heer zu übernehmen. Mit Glück leitete C. einen eldzug gegen den Visconti und nötigte diesen 1426 zur Abtretung von Brescia. Das Mißlingen der beiden folgenden Feldzüge gegen Mailand (1427 und 1431) rmißt, sind unter K aufzusuchen. 1* brachte C. in den Verdacht des Verrats. Im April 1432 nach Venedig zurückgekehrt, wurde er einem peinlichen Prozeß unterworfen und 5. Mai als Verräter enthauptet. Seine wirkliche Schuld ist aber keineswegs festgestellt, wie sich aus Berlans «Geschichte C.S8ö und Romanins Geschichte Venedigso ergibt. Manzoni hat C.s Schicksale in einem

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 3Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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