Carreêra (Valentino), ital. Dramatiker, geb. 19. Dez. 1834 zu Turin, war daselbst bis 1878 als Zollbeamter angestellt und zog sich dann in das Privatleben zurück, um sich auss 90— lich der Dichtkunst widmen zu können. Seine schriftstellerische Laufbahn eröffnete er 1859 mit dem Drama «II Lottos. Dann wandte er sich Geschichtsstudien zu, als deren Früchte 1861 erschienen: Cronaca della difesa del Lago Maggiore nel 18595 und das geistvolle Buch (Per laghi ed Alpi. Peregrinazioni d' uno Zingarob. Mit dem Drama WDon Girellap kehrte er 1862 zur dramatischen Dichtung zurück und ist seither derselben treu geblieben. Es folgten rasch aufeinander die Dramen: XL'Incubop, II conte Orazioo, Chi s'aiuta, Dio L'aiuta, Concordiao, Una notte passa prestop, O l'una o l'altrao, La dote Gener in Mailand 1863—69 erschienen), in welen er sich vertraut mit allen Gattungen der dramatischen Dichtkunst erwies. Großen Erfolg hatte 1870 seine volkstümliche Komödie La Quaderna di Nanniv. Wesentlich der gleichen Gattung gehören seine spätern Stücke an: La guardia borghese flammingay, «Capitale e mano d' operao, „La strage degl' innocentio, ABCo, Un avvorabocchioo, Alessandro Puschino, Tempeste Alpinen, I danaro del comunes, La figlia del saltimbancoy. — Sein jüngerer Bruder, Quintino C., geb. 19. Dez. 1842 in Turin, wo er ein städtisches Amt bekleidet, hat sich ebenfalls als begabter dramatischer Dichter bekannt gemacht. Seine besten Dramen (eI pensionarj d' monsii Neiroto, Gl' impegnusv, EI lunesꝰ, Le occasiono) sind im piemont. Dialekt geschrieben.