Dumeril (Edeélestand), franz. Gelehrter, geb. 1799 in der Normandie, lebte größtenteils als Privatgelehrter in Paris und starb 24. Mai 1871 in Passy. Seine litterarische Thätigkeit erstreckte sich auf das Mittelalter, das er mit vielseitigen Kenntnissen nach den verschiedensten Seiten durchforschte. Als Herausgeber altfranz. Texte trat er 1846 auf, indem er als Ergänzung zu dem von P. Paris publizierten Epos „Garin le Loheraino die dasselbe abschließende Dichtung La mort de Garino (Par. 1846) veröffentlichte. Daran schloß sich die Ausgabe des Romans Flore et Blanchefloro (Par. 1856). Besonders verdient hat er sich um die lat. Poesie des Mittelalters durch die Sammlungen „Poésies populaires latines antérieures au XII“ siècler (Par. 1843) und «Poésies latines du moyen-àgen (Par. 1847) gemacht. Der Altertumskunde gehören seine Schriften Essai sur l'origine des runeso (1844), Des formes du mariage pendant le moyen-àgen (1861) und seine gesammelten „Etudes sur quelques points d'archéologie et d'histoire littérairen (1862) an. Die Geschichte des Theaters beschäftigte ihn ebenso mehrfach; hierher gehören die „Origines latines du théaàtre moderne (1819) und die Histoire de la comédied (2 Bde., 1864 —69), die sich zur Aufgabe stellt, den Ursprung der Komödienfiguren des Polichinelle u. a. dis ins Altertum zurückzuführen. Am wenigsten gelungen sind seine sprachgeschichtlichen Arbeiten,‚ wie sein Essai philosophique sur la formation de la langue française (1852), weil es ihnen an