Cäsarius von Heisterbach (bei Königswinter), einer der anmutigsten Schriftsteller des Mittelalters, geb. um 1170 zu Köln, gest. um 1240 als Prior des genannten Cistercienserklosters. Seine Lebensbeschreibung der heil. Clisabeth dient freilich nur erbaulichen Zwecken; aber in seinem «Catalogus archiepiscoporum Coloniensiumo (abgedruckt in Böhmers Fontes rerum Germanicarumo (Bd. 2, Stuttg. 1845) und in der Biographie des 1225 ermordeten Erzbischofs Engelbert I. von Köln lebendaselbst abgedruckt) lieferte er wichtige Beiträge zur kölnischen Geschichte seiner Zeit und in seinen Wundergesprächen Dialogus miraculorumv (herausg. von Strange, 2 Bde., Köln 1851) kulturgeschichtliche Darstellungen, welche Glaubenseinfalt und sittliche Strenge erkennen lassen. Mit dem Leben der Hohen, besonders der Prälaten, geht er streng ins Gericht. Ein zweites ähnliches Werk, Libri VIII miraculorum , scheint bis auf ein Fragment verloren zu sein, welches Alex. Kaufmann in dem Lebens⸗ und Zeitbilde C. von Heisterbache (2. Aufl., Köln 1862) 44Wrude hat.