Cäsarius von Arles (Arelate), geb. zu Cabilonum (Chälon-sur-Saöne), im Kloster Lerinum gebildet, ward 502 Bischof zu Arles. Als solcher führte er manche heilsame Reformen ein, verordnete, daß kein Diakon vor dem 30. Jahre geweiht werden solle und auch dann erst, nachdem er die Bibel viermal durchgelesen habe, befahl, daß die Laien sich am Kirchengesange beteiligen sollten, drang überall auf Pflege der Predigt, kaufte christliche Kriegsgefangene los und baute Hoß itäler für Kranke. Um das Mönchtum hat C. Verdienste, nicht bloß durch Begründung zweier Klöster für Nonnen zu Massilia und zu Arelate, sondern auch durch Aufstellung genauer und strenger Regeln. Auf der Synode zu Orange im J. 529 vertrat er gegen den im südl. Frankreich weit verbreiteten Semipelagianismus die Augustinische Lehre, daß der Mensch ohne die zuvorkommende Gnade Gottes nichts Gutes thun könne. Er starb 27. Aug. 543.