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ReligionBrockhaus 1882

Alexius, der Heilige, Schutzheiliger der Lollharden oder Zelliten, die nach ihm Alexianer genannt wurden, Sohn eines vornehmen Römers Euphemianus, lebte zur Zeit des Papstes Innocenz I. (402—416) und zeichnete sich schon in seiner Jugend durch Wohlthätigkeit aus. Nachdem er lange 2 8 als Einsiedler gelebt, kehrte er in das elterliche Haus zurück, wo er, unerkannt und von den Hausgenossen oft geschmäht 4 gute Werke vollbrachte. Erst kurz vor seinem Tode gab er sich zu 39⁴4 Alexius I. Komnenus (byzant erkennen. über seinem Grabe auf dem Aventinischen Berge zu Rom, das 1216 aufgefunden ward erhebt sich jetzt die prächtige Kirche, die seinen Namen führt. Der 17. Juli ist sein Gedächtnistag. Die Legende vom heiligen A. ist in der Dichtung des Mittelalters sehr beliebt gewesen und vielfach mit den veischiedennten Abweichungen behandelt worden. Am bekanntesten ist die mittel-Durg mun Dichtung, welche Konrad von Würzurg für zwei baseler Bürger lieferte, und die in Maßmanns „Sankt-⸗Alexius' Leben» (Quedlinb. 1843) sowie in Haupts «Zeitschrift für deutsches Altertum „ (Bd. 3) abgedruckt ist. Die franz. und ital. Litteratur des 15. sowie die der Polen und Russen im 16. und 17. Wbelnd Aneh Mirakelspiele, welche den A. behandeln. Auch altengl. und czechische poetische Bearbeitungen des Stoffs aus dem 14. Jahrh. sind bekannt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 393Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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