Cäsarius von Nazianz, Bruder des Gregor (s. d.) von Nazianz, einer der gelehrtesten Männer seiner Zeit, war erster Leibarzt und Vertrauter des Kaisers Konstantius. Auch nach dem Regierungsantritt Julians blieb er zunächst am Hofe, begab sich dann aber, um nicht zum Abfall vom Christentum gezwungen zu werden, auf Veranlassung seines Bruders nach Nazianz. Nach Julians Tode kehrte er an den Hof zurück und ward kaiserl. Schatzmeister von Bithynien. Er starb 368. Die unter seinem Namen überlieferten Quaestiones theologicae et philosophicaes sind wahrscheinlich nicht von ihm. Caesar non supra aticos (lat.), d. h.: «der Kaiser (steht) nicht über den Grammatikerno, ein Sprichwort, welches entstanden sein soll infolge eines angeblichen Befehls des Königs Sigismund, dahin achend, das Wort schisma in Zukunft als männliches Hauptwort zu mizer Aonit weil Sigismund dasselbe auf dem Kostnitzer Konzil irrtümlich so gebraucht hatte. Caesa ruta (lat., aelsentt und gestürzto), alles, was nicht niet⸗ und nagelfest ist.